Eine Premiere: Drei mal Gerloff-Kunst

Letzte Aktualisierung:
14506989.jpg
Unter dem Titel „Fenster“ wird bei der Ausstellung zur Art Tour in Stolberg ein Foto von Hendrik Gerloff gezeigt.

Stolberg. Seit 2013 wird in der vormaligen Steinweg-Galerie ein Teil des künstlerischen Nachlasses der 2008 verstorbenen deutsch-amerikanischen Malerin Janet Brooks Gerloff präsentiert. Am 20. April wäre sie 70 Jahre alt geworden.

Bei der diesjährigen „Art Tour de Stolberg“ wird im Schauraum der „Janet Brooks Gerloff Art Collection“ im Burgcenter am Willy-Brandt-Platz erstmalig eine Gemeinschaftsausstellung stattfinden, die Malerei der Mutter, Radierungen der Tochter Anneke und Kunstfotografien des Sohnes Hendrik zeigt.

Aus dem umfangreichen Werk von Janet Brooks Gerloff können ausgewählte Gemälde aus verschiedenen Zyklen wie „ohne anzuklopfen“ oder „Die Hexenküche“ aber auch bisher noch nie gezeigte Zeichnungen aus diversen Schaffensperioden besichtigt werden.

Anneke Gerloff bringt aus Berlin, mittlerweile ihr Arbeits- und Lebensmittelpunkt, eine Kollektion zarter Radierungen mit nach Stolberg. Über die Entstehung Ihrer Arbeiten berichtet sie: „Diese Serie von Radierungen ist nach Skizzen entstanden, die ich während eines dreimonatigen Aufenthalts in Beirut 2010 gezeichnet habe. Beirut, eine Stadt, die Erwartungen und Vorstellungen nie entspricht. Eine Stadt mit einer unwiderstehlichen Anziehungskraft, die einen nie wieder los lässt. Sie ist gleichzeitig abstoßend – laut, schmutzig, unglaublich anstrengend, voller Spuren von Gewalt“, betont Anneke Gerloff.

„Beirut ist unglaublich inspirierend, gleichzeitig scheint es unmöglich zu sein, sich zurückzuziehen, um mit dieser Inspiration umzugehen. Diese Radierungen sind ein Teil meiner künstlerischen Auseinandersetzung damit – work in progress…“

Hendrik Gerloff hat sich seit einigen Jahren der künstlerischen Fotografie verschrieben. Über seine Fotoexponate schreibt er selber: „Auf meiner Reise vom Süden in den Norden Deutschlands letzten Sommer entstanden ein paar Bilder, die sehr alltägliche Momente zu verschiedenen Tageszeiten und Wetterlagen darstellen. Nach meiner Rückkehr gefiel mir in der Übersicht das gemeinsame Thema der „Ort-„ und „Zeitlosigkeit“, aber auch die Ruhe, die die Bilder ausstrahlten… was sich dann auch in der Titelgebung entsprechend niederschlug.“

Henrik Gerloff: „Eine Ästhetik des vergänglichen, zufälligen Alltags, dessen Darstellung vor allem durch Plattformen wie Instagram ein breites Publikum erreicht. Aber gerade durch die Masse an Bildern, die täglich auf uns einwirkt, gehen viele Eindrücke unter.“ Diese Momente der Ruhe ein wenig zu bewahren, war die Intention des Künstlers. „Den Blick wie durch ein kleines Fenster zu ermöglichen, weg vom hochauflösenden Smartphone-Bildschirm und glatter Photoshop-Ästhetik bot sich für mich der Druck auf Leinwand als ideales Medium an, um die Komposition in den Vordergrund zu stellen.“ Die Ausstellung ist am Sonntag, 7. Mai, von 11 bis 18 Uhr im Rahmen der Art Tour de Stolberg und bis auf weiteres nach Verabredung zu besichtigen. Infos zur Ausstellung gibt es im Internet unter www.arttour-stolberg.de oder auf www.janetbrooksgerloff.jimdo.com.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert