Ein Wochenende von, für und mit Damen

Von: mlo
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Sie haben die beiden Frauentage am 12. und 13. März von 11 bis 18 Uhr im Zinkhütter Hof (v.l.): Dina Graetz (Grüne), Elisabeth Nolden (Frauenunion), Yvonne Mees (SPD), Gabi Halili (Linke), Khairunnissa Mazeena Ismail (Integrationsrat), Susanne Goldmann (Gleichstellungsbeauftragte) und Liridona Gashi (IG-Frauen). Foto: Otten

Stolberg. Zu einem Frauenwochenende am 12. und 13. März im Museum Zinkhütter Hof lädt das Team um die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Goldmann ein. Während am Samstag der Beigeordnete Robert Voigtsberger den Tag offiziell eröffnet, ist es am Sonntag die stellvertretende Bürgermeisterin Karina Wahlen.

Internationale Tanzgruppen verschiedener Vereine und Grundschulen stellen am Eröffnungstag ihre Tänze vor, darunter Zumba und Bauchtanz, und es finden Workshops in verschiedenen Sprachen statt. Am Sonntag zeigen freiwillige und hauptamtliche Stolberger Feuerwehrfrauen in einer Live-Show lebensrettende Maßnahmen. Der Beruf der Rettungssanitäterin wird vorgestellt, und eine Dame vom Arbeitsamt gibt Informationen zum Wiedereinstieg in den Beruf. Die diplomierte Sängerin Merit Schneider wird Frauen-Stücke aus „Elisabeth“, „Yentl“ und „Wie im Himmel“ singen, dabei wird sie von der Konzertpianistin Radoslava Gordin begleitet.

An beiden Tagen gibt es ein internationales Buffet – herzhaft und süß – sowie diverse Angebote wie Stricken, Häkeln, Fotoshooting, Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen, Kosmetik und Massage, Henna-Tattoos, Frauenfußball und Stände zu Gesundheitsberatung, Bildungsgutscheinen, Tagesmutter, u.ä.

Der Eintritt ist frei, und Kinderbetreuung ist vorhanden. Die Frauenbewegung geht zurück auf Emmeline Pankhurst in Großbritannien, die 1903 „Women’s Social and Political Union“, eine bürgerliche Frauenbewegung gründete, und in den nachfolgenden Jahren viel möglich gemacht hat – sowohl durch passiven Widerstand als auch durch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks. Heutzutage ist für die Frauen schon viel möglich, aber eben nicht alles. Gleichberechtigung ist ein schönes Wort, dennoch mit Blick auf die viele Flüchtlinge noch lange nicht erreicht. „Der Kampf geht weiter“, sagt Susanne Goldmann; die Gleichstellungsbeauftragte empfiehlt, sich den seit dem 4. Februar bundesweit laufenden Kinofilm „Suffragette“ anzuschauen. Da das Hauptziel das Frauenwahlrecht war, wurden die Damen (häufig abwertend) als Suffragetten (suffrage – englisch Wahlrecht) bezeichnet. Das mitreißende Drama über die geschichtsverändernden Anfänge der Frauenrechtsbewegung in Großbritannien zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist auch heute noch Ansporn für all jene Frauen, die sich für Gleichberechtigung einsetzen.

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