Ein wachsames Auge auf den Nachbarladen werfen

Von: oha
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Zuletzt wurde eine Schaufensterscheibe in der Salmstraße eingeschlagen. Foto: O. Hansen

Stolberg. Die Geschäftsleute in der Salmstraße freuen sich über eine positive Entwicklung: Seit sie nach einer Serie von Einbrüchen Alarm geschlagen hatten, zeigt die Polizei in ihrer Straße mehr Präsenz. Und seither hat es keine Einbrüche mehr zumindest in ihre Geschäftslokale mehr gegeben.

Ursprünglich hatten die Geschäftsleute befürchtet, dass sich eine Bande von Kriminellen ausgerechnet ihre Straße ausgesucht hatte, um von den Anwohnern Schutzgeld zu erpressen. Bürgermeister Grüttemeier hatte den Anliegern dann bei einem Gespräch zugesichert, dass er sich für mehr Polizeipräsenz in der Salmstraße einsetzen werde. Und das hat offenbar bis jetzt gefruchtet. Der Bezirkspolizist wurde angehalten, rund um die Salmstraße mehr auf Streife zu gehen. Der Mann hat zudem Verstärkung erhalten.

Streifen in Polizeiwagen und in Zivilfahrzeugen drehen regelmäßig ihre Runden durch die Einkaufsstraße und den Bereich an der Mühle. „Der Bezirkspolizist hat sich bei uns vorgestellt“, sagt Bernhard Blaszczyk, der in der Salmstraße ein Versicherungsbüro betreibt und seine Geschäftskollegen vor Wochen zusammen getrommelt hatte, weil es mit der steigenden Zahl der Einbrüche so nicht weiter gehen konnte. „Wir fühlen uns hier trotzdem noch nicht völlig sicher“, sagt Blaszczyk. „Und am Wochenende beginnt mit der Zeitumstellung die dunkle Jahreszeit.“

Die Unternehmer aus der Salmstraße haben eine Vereinigung gegründet. Einmal im Monat veranstalten sie einen Tag der offenen Tür, stets im Wechsel bei einem anderen Kollegen auf der Mühle. Hauptgrund ist: „Wir wollen uns besser kennen lernen und mehr Fürsorge für den einzelnen Geschäftsinhaber entwickeln“, sagt Bernhard Blaszczyk. Wenn einem etwas verdächtig vorkommt, soll er dem Kollegen gleich zu Hilfe eilen.

Einmal im Monat wollen sich die Geschäftsinhaber außerdem zu Info-Abenden treffen. Beim nächsten Mal ist der zuständige Streetworker der Stadt als Referent eingeladen. Beim Treffen danach wird dann Bezirksbeamter Kreutz über seine aktuellen Erfahrungen berichten.

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