Stolberg-Mausbach - Ein stimmungsvoller „Nachtgesang“ in der Mausbacher Pfarrkirche

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Ein stimmungsvoller „Nachtgesang“ in der Mausbacher Pfarrkirche

Von: Marie Luise Otten
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Der Mausbacher Männergesangverein unter Markus Platzbecker begeistert in der Pfarrkirche St. Markus das Publikum mit romantischer Chormusik. Stimmungsvoll ergänzt wurde das Konzert durch „Cantio pistoriensis“ unter Leitung von Markus Platzbecker mit den anspruchsvollen Zigeunerliedern; Theo Palm begleitete klangvoll und sensibel. Foto: M. Otten

Stolberg-Mausbach. Werke von Schubert, Mendelssohn-Bartholdy, Gade, Brahms, Loewe, Rheinberger und Kempkens standen auf dem Konzertprogramm des MGV Mausbach am Samstagabend. In der gut gefüllten Pfarrkirche St. Markus wirkten neben dem Männerchor der Kammerchor „Cantio pistoriensis“ sowie Tenor Martin Endrös mit.

Markus Platzbecker, der sich für die Gesamtleitung verantwortlich zeigte, hatte ein ambitioniertes wie vielfältiges Konzertprogramm erarbeitet, das die Sängerinnen und Sänger mit großer Leidenschaft vortrugen. Da alle Lieder begleitet wurden, hatte Theo Palm ununterbrochen zu tun, was jedoch für den Routinier kein Problem darstellte. Präzise, klangvoll, sensibel und adäquat spielte er seine Parts.

Den stimmungsvollen Auftakt übernahm der Gastgeber mit dem „Nachtgesang im Walde“ von Schubert. Martin Endrös wusste in den beiden Liedern vom gleichen Komponisten, dass die ersehnte bessere Welt nur in der holden Kunst zu finden war. Das „Reiterleben op. 16“ vom dänischen Komponisten Niels Gade sei für die Sänger ein „besonderes Schätzchen“, so Miriam Platzbecker in ihrer Moderation, denn seit 2006 sei man hier auf der Suche nach den Noten gewesen. Der Gedichtzyklus von sechs Liedern beschreibt das Leben während des Schleswig-Holsteinischen Krieges aus der Sicht eines Reiters, der vom Freund erschossen wird und ein trauriges Mädchen zurücklässt.

Mit den „Zigeunerliedern op. 103“ von Brahms stellte sich „Cantio pistoriensis“ vor. Der kleine Kammerchor, der seit nunmehr zehn Jahren besteht, bewies Gestaltungskultur und Musizierfreude. Die Damen im Sopran demonstrierten eindrucksvolle Höhen, der gesamte Chor Homogenität und musikalisches Feingefühl.

Als Balladensänger präsentierte sich im folgenden Martin Endrös mit zwei Stücken von Carl Loewe, der insgesamt 52 Gedichte von Goethe in Musik gesetzt hat. Klug setzte Endrös die Palette seiner Stimmfarben ein, um den Grundstimmungen der Texte nachzuspüren und die Aufmerksamkeit des Hörers zu fesseln. Den Schluss bildete wiederum der Männergesangverein Mausbach mit zwei Stücken von Rheinberger über drei Gesellen auf der Walz sowie dem Prager Studentenlied von Kempkens. Noch einmal begeisterten die Männer das Publikum mit romantischer Musik des 19. Jahrhunderts, die sich durch Poesie und Klangvielfalt auszeichnet.

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