Ein Stadtplan für die ganze Familie

Von: Sonja Essers
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Hoffen, dass der neue Familienstadtplan in Stolberg gut ankommt: Sebastian Heyn, Christian Burmester, Dr. Tim Grüttemeier, Robert Voigtsberger, Martina Falter und Rebecca Lontzen (von links). Foto: Sonja Essers

Stolberg. Eigentlich wollten Martina Falter und Rebecca Lontzen den Kindern und Eltern im Familienzentrum Franziskusstraße nur ein wenig erleichtern. Mit diesem Ergebnis hätten sie allerdings ganz und gar nicht gerechnet. Immer wieder wurden die beiden Erzieherinnen gefragt, wo man in der Kupferstadt beispielsweise Spielplätze oder Kinderärzte finden kann.

Ihre Idee: Ein Familienstadtplan könnte zahlreiche Probleme lösen und Fragen beantworten. Im Rahmen des Projekts „12 Monate, 12 Ideen“, zu dem die Kupferstadt im vergangenen Jahr aufrief, reichten sie ihren Vorschlag bei der Verwaltung ein und begeisterten damit nicht nur Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und den Ersten Beigeordneten Robert Voigtsberger, sondern auch Sparkassen-Vorstandsmitglied Christian Burmester. „Wir wollen damit unsere Verbundenheit zur Stadt Stolberg und den Familien zum Ausdruck bringen“, sagte er bei der offiziellen Präsentation des Plans.

Vor dem Rathaus können kleine und große Stolberger nun das liebevoll gestaltete Exemplar in einem Schaukasten bewundern. Aber dabei soll es nicht bleiben, wie Voigtsberger erklärte. Rund 1000 Exemplare wurden bisher gedruckt und liegen ab sofort kostenlos im Rathaus, den Stolberger Kindergärten und Schulen sowie der Touristik-Info und im Familienbüro in der Rathausstraße aus. Sind diese erst einmal im Besitz der Stolberger Familien werden nach bedarf noch weitere Exemplare gedruckt.

Auf dem Plan findet man übrigens nicht nur Spielplätze und Kinderärzte, sondern auch Bolzplätze, Jugendtreffs, der Stolberger Jugendbus, das Hallenbad, die beiden Bücherschränke in Vennwegen und Werth und Wanderwege sind unter anderem symbolisch festgehalten. So können auch die Kinder, die noch nicht lesen können, trotzdem eine Menge entdecken.

„Dieses Angebot soll sich nicht nur an die Stolberger Familien richten, sondern auch an die, die neu nach Stolberg ziehen. Darüber, dass ihr Projekt umgesetzt wurde freuen sich auch Martina Falter und Rebecca Lontzen. „Es war eine Idee, die eigentlich aus der Not heraus entstanden ist, weil wir immer wieder von Eltern darauf angesprochen wurden, wo sie verschiedene Einrichtungen finden. Damit wollten wir ihnen helfen“, sagten sie. Besonders gefalle ihnen die anschauliche Ausarbeitung. „Für uns ist das definitiv ei großer Gewinn.“

Das Projekt Familienstadtplan, das in der Städteregion bisher übrigens einzigartig ist, ist nicht das einzige, das im Rahmen des Wettbewerbs „12 Monate, 12 Ideen“ umgesetzt werden konnte. Die Ideen zu den Bücherschränken in Vennwegen und Werth sowie zu dem Mehrgenerationenspielplatz, der vor wenigen Wochen in Büsbach eingeweiht werden konnte, waren ebenfalls eingereicht von einfallsreichen Stolbergern eingereicht worden. „In diesem Jahr wollen wir so viele Projekte wie möglich umsetzen. Die Stolberger sollen schließlich sehen, dass auf Ideen auch Taten folgen“, sagte Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier.

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