Ein Schützenfest ohne traditionellem Umzug

Von: Toni Dörflinger
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Hubert Wolkenar, Peter Quadflieg, Josefine Kockartz und Reiner Bonnie (v.l.) fühlen sich der Tradition und dem Brauchtum verpflichtet. Sie gehören zu den Stützen der Atscher Schützenbruderschaft. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Atsch. Für ihr Schützenfest hatte die Atscher Schützenbruderschaft St. Sebastianus diesmal einen kleinen Rahmen gewählt. Schließlich hatte man in diesem Jahr auf den traditionellen Umzug durch den Ort und die Sonntagsveranstaltung bei Kaffee und Kuchen verzichtet, um sich auf die Proklamation und das gemütliche Beisammensein zu konzentrieren.

So bestand das diesjährige Schützenfest - Veranstaltungsort war die Mehrzweckhalle an der Jahnstraße - „nur“ aus Proklamation, Königsball und ein gemütliches Beisammensein der Bruderschaften des Schützenbezirkes Stolberg.

Den Kürzungen zum Opfer gefallen war auch der Schießwettbewerb der Ortsvereine. Dazu Brudermeister Hubert Wolkenar. „Wir haben viele ältere Mitglieder, die dem Stress und den Anforderungen eines mehrtägigen Schützenfestes nicht mehr gewachsen sind. Außerdem mussten wir in den vergangenen Jahren eine stetige Steigerung der Kosten und Ausgaben verkraften. Darum haben wir uns diesmal für eine kleine und bescheidene Version entschieden“.

Klein zwar, aber fein. Denn bei ihrem eintägigen Schützenfest hatte die Atscher Bruderschaft nicht auf Musik, eine Tombola und ein gemütliches Treffen verzichtet. Die musikalische Gestaltung hatte ebenso wie im Vorjahr, das aus Irina und Friedrich Götz bestehende „Magic Musik Duo“ übernommen.

Sie sorgten für Stimmung und gute Laune und unterhielten das Publikum mit aktuellen und vergangenen Schlager- und Popmelodien. Den Anfang der eintägigen Veranstaltung machte die Proklamation der Majestäten.

Denn mit Josefine Kockartz und Reiner Bonnie gab es gleich zwei Majestäten zu küren. Kockartz hatte zum zweiten Mal in Folge die Würde einer Schützenkönigin errungen. Und Reiner Bonnie hatte beim Schießwettbewerb der Festauschussmitglieder die Nase vorne gehabt.

So hatte die neue und alte Königin beim 156. Schuss die Sperrholzattrappe zu Boden geholt. Und Rainer Bonnie als neuer Festausschusskönig benötigte 196 Schuss, um zum Sieger gekürt zuwerden: beide Schiesswettbewerbe hatten im Mai dieses Jahres stattgefunden.

Brudermeister Wolkenar überreichte dem Duo Urkunden und als Zeichen ihrer Würde die entsprechenden Plaketten und Ketten.

Gäste der mehrstündigen Veranstaltung waren mit Delegationen aus Büsbach, Münsterbusch, Stadtmitte, St. Bernhard-Edelweiß, Eilendorf und Hauset die Schützenbruderschaften des Bezirkes Stolberg sowie die Schützenbruderschaft St. Barbara und St. Sebastianus aus Eschweiler-Pumpe. Bestandteil des kurzweiligen Abends war auch eine Ehrung. Peter Quadflieg erhielt das Silberne Verdienstabzeichen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS).

Geehrt wurde er für seine langjährige und aktive Mitgliedschaft sowie seine Bereitschaft, sich zweimal als König zur Verfügung zu stellen.

Der Abschluss des abwechslungsreichen Programms war dann noch eine Tombola, wobei es per Losverfahren attraktive Preise, Materialien und Geräte zu gewinnen gab.

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