Ein Programm für alle, und das gleich ums Eck

Von: Leona Otte und Sarah-Lena Gombert
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Angebote gleich vor der Haustüre: Hannelore Klinkhammer-Bohl, Paul Kirch, Karina Wahlen und Astrid Natus-Can präsentieren das neue Programmheft des Helene-Weber-Hauses in Stolberg. Foto: L. Otte

Stolberg. Helene Weber, Politikerin der Zentrumspartei und spätere Vorsitzende der Frauenunion, sagte einmal: „Ich habe immer den Menschen gesucht.“ Dieses Lebensmotto der sozial engagierten Frau hat sich auch das nach ihr benannte Haus in Stolberg zu eigen gemacht.

Jetzt haben die Geschäftsführerin und pädagogische Leiterin Astrid Natus-Can, ihre Kollegin Hannelore Klink­hammer-Bohl sowie Paul M. Kirch und Karina Wahlen vom Trägerverein der Einrichtung das neue Jahresprogramm vorgestellt. Es steht unter dem Motto: „Nah dran – Das Helene-Weber-Haus im Quartier“. Die Kurse finden an insgesamt 240 unterschiedlichen Orten in der ganzen Städteregion statt. „Die Teilnehmer müssen keine weiten Strecken auf sich nehmen, um bei uns mitzumachen“, erklärt Astrid Natus-Can.

Das rund 250 Seiten starke Programmheft dürfte für viele Interessen und Geschmäcker etwas bereit halten: 2500 Kurse, in denen etwa 30.000 Unterrichtsstunden zusammenkommen. „Durch zahlreiche Gespräche mit den Menschen konnten wir unser Programm für dieses Jahr den Wünschen unserer Teilnehmer nach entsprechend aufbauen“, sagt Astrid Natus-Can.

Eine Trendwende sieht Natus-Can im Bereich der Familienbildung: „Jahrelang hieß es, dass die Geburtenrate sinkt. Nun haben wir einen regelrechten Babyboom“, so die Leiterin der katholischen Bildungseinrichtung. „Das freut uns, und darauf reagieren wir natürlich auch mit entsprechenden Kursen.“ Demnach liegt ein Schwerpunkt auf Seminaren und Workshops für werdende Eltern.

Erziehung ist auch Männersache

Ausgeweitet wurde auch das Angebot für Eltern mit Kindern: „Wir erleben auch immer mehr junge Väter, die sich mit der Erziehung ihrer Kinder beschäftigen“, sagt Hannelore Klinkhammer-Bohl. Diesen Trend begrüße man im Helene-Weber-Haus ausdrücklich. Keiner der Kurse sei nur für Frauen, Männer seien genauso willkommen, ob bei der Geburtsvorbereitung oder beim Bilderbuch-Kurs. Erziehung sei schließlich nicht nur Frauensache.

Ein Angebot, das sich bei Kindern und ihren Papas besonderer Beliebtheit erfreut und auch in diesem Jahr nicht fehlen darf, ist der „Bobbycar-Führerschein“ (18. März und 23. September). „Hier geht es darum, dass die Väter die Rolle des Lehrers übernehmen und den Kindern etwas beibringen sollen, sagt Astrid Natus-Can.

Eine regelrechte Renaissance erlebe derzeit auch das Thema Heim- und Handarbeit, sagt Astrid Natus-Can. In einer beschleunigten Welt, in der das Digitale eine immer wichtigere Rolle zu spielen scheint, würden viele Menschen diese Form der Entschleunigung und der Wertigkeit für sich neu entdecken. Näh- und Handarbeitskurse dürfen also auch im Programm des Helene-Weber-Hauses nicht fehlen. Das gleiche gilt auch für die Koch- und Backkurse, bei denen es neben den Klassikern auch immer wieder neue Besonderheiten zu erleben gibt – beispielsweise die „Kölsche Küche“ (17. November) oder „Öcher Köstlichkeiten“ (20. November).

Gesundheitsprävention ist wichtig

Wichtig ist für die Mitarbeiter und Dozenten im Helene-Weber-Haus auch der Bereich Gesundheitsprävention. „Die Teilnahme kann in vielen Fällen durch die Krankenkassen erstattet werden“, erklärt Astrid Natus-Can. Und damit die Kursteilnehmer bei der Stange bleiben, bietet das Helene-Weber-Haus weiterführende Kurse im Anschluss zu vergünstigten Konditionen an.

Auch einige Exkursionen stehen in diesem Jahr wieder auf dem Programm des Weberhauses: Ob ein Besuch bei der Aachener Sternwarte, ein Blick hinter die Mauern und das Leben im Kloster oder eine Geländetour quer durch den Indener Tagebau.

Auch Teenager hat man bei der Programmplanung berücksichtigt: So gibt es einen gesonderten Schminkkurs für Jugendliche. „Wir wollen den jungen Leuten eine Art Typberatung anbieten und ihnen ein paar Hinweise geben, welche Art von Make-Up zu ihnen passt, ohne dass es zu übertrieben oder unnatürlich wirkt“, erklärt Astrid Natus-Can den Hintergrund dieses Angebots. Das sei übrigens einer der wenigen Kurse, bei denen die Anwesenheit von Männern wahrscheinlich stören würde, merkt sie mit einem Schmunzeln an.

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