Ein liebes Pony von der Größe Willi Landgrafs

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
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Der Star steht vorne: Pony „Tivoli” wurde begrüßt von Dr. Alfred Nachtsheim, Irene Jacobs, Klaus-Dieter Wolf, einem leibhaftigen Nikolaus, Erik Meijer, Helen Rombach vom ALRV und Trainerin Andrea Becker (von links).

Stolberg. Erik Meijer musste etwas geahnt haben, an diesem Freitagnachmittag im Stall am Hammerberg. Denn dort, beim Zentrum für Therapeutisches Reiten, hatte Alemannia Aachens Idol und designierter Geschäftsführer Sport einen gerne wahrgenommen Zwischenstopp eingelegt, bevor es auf die Autobahn Richtung Duisburg ging.

Und der Niederländer war richtig gut aufgelegt und sollte in seinem Optimismus Recht behalten: Die Alemannia gewann das letzte Spiel des Jahres überraschend mit 2:0.

Vorher waren vor allem die Kinder am Hammerberg die Gewinner, die sonst nicht vom Glück verfolgt sind. Wer am Therapeutischen von Irene Jacobs und ihrem Team teilnimmt, leidet unter zum Teil schweren körperlichen und/oder geistigen Behinderungen.

Die Reitstunden stärken die Kinder zwar auch körperlich, im Mittelpunkt der Begegnung mit den Tieren steht aber etwas anderes: „Es ist die Seele”, sagt die ausgebildete Therapeutin Irene Jacobs. „Der Mut der Kinder wird gestärkt. Das Reiten macht ihnen Freude und bekämpft zugleich den Frust.

Nun erlebten die Kinder nicht nur Erik Meijer hautnah auf dem Reitgelände, sondern durften auch noch - symbolisch - ein Geschenk der Alemannia entgegen nehmen, das diese selbst erst vor kurzem geschenkt bekam: die vierjährige Rappstute „Tivoli”, die im August der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) der Alemannia zur Einweihung des neuen Stadions geschenkt hatte.

„Tivoli” lebt schon seit einigen Wochen auf dem von Irene Jacobs geleiteten Hof, nun erfolgte aber die offizielle Übergabe.

Und für einen echten Lacherfolg sorgte Erik Meijer. Er wisse nicht viel über die Unterschiede zwischen Pferden und Ponys, sagte der ehemalige Profi von Leverkusen, Liverpool, Hamburg und eben Aachen. Die Größe sei jedenfalls unterschiedlich, „und dieses Pony hier, das ist so groß wie Willi Landgraf”, sagte er mit Blick auf die eher klein geratene „Tivoli”.

„Hoffentlich isst es nicht so viel wie der Willi”, sagte Meijer weiter, kündigte aber an, ab und zu vorbei zu kommen, und nachzuschauen, ob es „Tivoli” auch gut geht.

Keine Zweifel

Zweifel daran hatte der Niederländer aber nicht. Dazu hatte auch die Vorführung beigetragen, mit denen einige der Therapie-Kinder zuvor gezeigt hatten, was auf dem Rücken der Tiere so alles können. „Ich sehe, dass ihr hier sehr schöne Sachen macht”, sagte Meijer anschließend. „Man sieht, sobald die Kinder auf dem Pferd sitzen, ist die Unsicherheit weg.”

Für den tollen Empfang, den die Reitfreunde den Alemannen bereitet hatten, dankten auch deren Präsident Dr. Alfred Nachtsheim und der Stolberger Klaus-Dieter Wolf vom Aufsichtsrat.

Die kleine „Tivoli” übrigens braucht noch etwas Zeit, bevor sie für die Frühförderung von kleinen Kindern eingesetzt werden kann. „Sie muss noch ausgebildet werden”, sagte Irene Jacobs, gab sich aber schon einmal sehr zuversichtlich: „Sie scheint sehr lieb zu sein und geht schon gut in die Gänge.”

Der erste Eindruck war also gut, genau wie der, den wenige Stunden später die Alemannen in Duisburg machten.
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