Stolberg - Ein Katalog von Maßnahmen soll Flüchtlingen helfen

Ein Katalog von Maßnahmen soll Flüchtlingen helfen

Von: -jül-
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Stolberg. Anhand eines Maßnahmenkatalogs sollen die Zustände in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in der Donnerberg-Kaserne optimiert werden. Das ist das Ergebnis einer Besprechung zwischen Vertretern der Städte Stolberg und Eschweiler, des DRKs und der Bezirksregierung als Konsequenz der Demonstration von Bewohnern am Montag in der Kupferstadt.

Laut DRK leben aktuell 207 Menschen in der Unterkunft. Rund ein Drittel muss durch das zuständige Bundesamt noch registriert werden. „In dem Gespräch hat das DRK glaubhaft versichert, dass weder abgelaufene Lebensmittel noch Produkte mit Schweinefleisch an die Flüchtlinge ausgegeben werden“, berichtet der städtische Pressesprecher Robert Walz.

Auch würden derzeit fünf Leichtbauhallen mit etwa 350 Schlafplätzen für die rund 200 Flüchtlinge zur Verfügung stehen. In jedem Zelt gibt es einen Gebetsraum für Frauen und einen für Männer. Diese Schilderungen wurden durch die Bezirksregierung bestätigt, die aktuell die Erstaufnahmeeinrichtung kontrolliert hat.

Zukünftig sollen die Flüchtlinge, die Farsi als Muttersprache sprechen, in einer separaten Leichtbauhalle untergebracht werden. Zur Vermeidung von Missverständnissen hinsichtlich der Zusammensetzung der ausgegebenen Lebensmittel wird das DRK Flyer auslegen, die die Inhalte der Produkte in verschiedenen Sprachen darstellen. Außerdem werde künftig an der Essensausgabe deutlich auf die Inhalte per Bild und Piktogramme hingewiesen. Mit Blick auf den bevorstehenden Ramadan bereitet das DRK eine angepasste Mahlzeitenregelung vor, die insbesondere die Speisezeiten der Muslime berücksichtigt.

Es werde eine nächtliche Mahlzeit für Fastende angeboten. Die beiden Beigeordneten, Robert Voigtsberger und Stefan Kaever, betonten, dass es „bei körperlichen Übergriffen von Personal auf Flüchtlinge keine Toleranz gebe“ und erhobene Vorwürfe lückenlos aufgearbeitet würden. Zur Entspannung werde das Sicherheitspersonal ausgetauscht. Zudem würden als Bindeglied zu Behörden Bewohnersprecher benannt und die Städte zusätzliche Sprechstunden anbieten.

Die Bezirksregierung werde sich dafür einsetzen, dass Bewohner, deren Aufenthaltszeit deutlich über den vorgesehenen sechs Wochen liegt, unverzüglich registriert und einer Kommune zugewiesen werden; vorrangig sollen junge Familien mit Kindern berücksichtigt werden.

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