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Ein halbes Jahr Verzug beim Büsbacher Marienheim

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Ein halbes Jahr Verspätung: Ewald Heup (l.) und Rolf-Leonard Haugrund verweisen auf unerwartete Schwierigkeiten bei der Gründung für die Erweiterung des Büsbacher Marienheims.

Stolberg-Büsbach. Das gerne genutzte Unterhaltungsprogramm machte im vergangenen Halbjahr viele Pausen. Die Senioren im und die Zaungäste am Marienheim blickten viele Wochen lang auf eine ruhende Baustelle.

Ein gutes halbes Jahr Verzug bestätigen Heimleiter Ewald Heup und Rolf-Leonard Haugrund: „Aber wir werden wie geplant in 2016 fertig“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Katholischen Stiftung Marienhospital. Wenn auch nicht im Sommer, so dann sicherlich bis zum Jahresende und innerhalb des geplanten Rahmens von acht Millionen Euro.

Auf einen modernen Standard gebracht wird das Marienheim, das die Stiftung vor sechs Jahren von der Kirchengemeinde St. Hubertus übernahm. 76 Pflegeplätze und neun betreute Wohneinheiten werden bereit stehen, wenn die drei Bauabschnitte bewältigt worden sind. Doch nachdem im vergangenen Mai mit dem Abriss des alten Hubertushauses und des früheren Speisesaales planmäßig begann, stieß der Aufbau des neuen Traktes auf unerwartete Schwierigkeiten. Eine davon war die Sicherung der angrenzenden Bebauung, berichtet Haugrund. Die schwierigere war die Gründung. Trotz Gutachten fand sich im Untergrund der erwartete Fels etliche Meter tiefer als prognostiziert. „Die oberen Schichten waren schon zu Geröll zermahlen“, erklärt Heup. Das bedeutete, dass die Betonpfähle für das Fundament tiefer gebohrt werden mussten – bis zu 22 Meter tief. Dazu reichte der eingesetzte Maschinenpark nicht aus, schweres Bohrgerät musste herangeschafft werden.

„Die eigentlichen Arbeiten waren dann in drei bis vier Tagen erledigt“, erzählt Heup. Doch dann sorgte das vorgefundene Erdreich für die nächste Schwierigkeit. Wie so oft in Stolberg üblich ist es schwermetallbelastet. Wie schwer, das muss nun vor der Entsorgung des Bodens ein neues Gutachten belegen. „Das Bodenkataster der Stadt hatte zuvor auf unsere Anfrage hin keine bedenklichen Anhaltspunkte liefern können“, konstatiert Haugrund. Er setzt nun darauf, dass der Winter weiter mild bleibt und verlorene Zeit aufgeholt werden kann. Die Untersuchungen laufen, und noch in diesem Monat soll es weitergehen mit dem Aufbau des neuen Marienheims.

Zwischen dem heutigen Eingangsbereich und der verbliebenen Bebauung an der Bischof­straße wird die Lücke mit einem dreistöckigen neuen Wohntrakt gefüllt. Pro Etage entstehen 13 barrierefreie Zimmer; dort wird später auch betreutes Wohnen möglich sein. Doch zunächst dient der Trakt als Übergangslösung, denn im Rahmen der dritten Stufe wird der Bestand grundlegend saniert. Dort laufen derweil im Keller bereits die Vorbereitungen für den Einbau der neuen Sanitär- und Energieversorgung an.

„Die Bewohner empfinden die Arbeiten gar nicht als störend“,berichtet Ewald Heup. „Im Gegenteil; sie freuen sich über diese Abwechslung.“ Und davon wird den Büsbachern in den nächsten Wochen wieder viel geboten.

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