Ein Feuerwerk von Farben und Musik bei Ean Gidmans Auftritt

Von: Marie Luise Otten
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Musik, Licht und Emotionen sind die Zutaten für Ean Gidmans Soloprogramm „Music of the Light“ in St. Barbara. Foto: Otten

Stolberg-Breinig. Zum dritten Male in Folge ist es Ean Gidman in der Pfarrkirche St. Barbara in Breinig gelungen, sein Soloprogramm „Music of the Light“ erfolgreich zu präsentieren. Im überfüllten Kirchenraum kann er sein treues Publikum mit professionellem Saxofon- und Querflötenspiel und einem musikalischen Programm von der Klassik bis hin zu Popsongs, gepaart mit einer eindrucksvollen Lichtshow, begeistern.

Seit 12.30 Uhr sind Ean Gidman und sein Bandkollege Rolf von Ameln in der Kirche, um alles (Scheinwerfer, Laser, Lautsprecher, Computer, etc.) zu installieren. Das dauert insgesamt sechs Stunden. Mittlerweile ist Philipp Witt eingetroffen, der die Technik aus dem Hintergrund steuert.

Die Vielfalt des Instruments

Ean Gidman hat alle Stücke selbst instrumentiert und programmiert. Obwohl er die Choreografie am Computer stundenlang ausgetüfftelt hat, läuft auch in Breinig nichts ohne Soundcheck. Lautstärke und Tempowechsel in ständig neuem Licht müssen mit dem Solospiel übereinstimmen. Sopran-, Alt-, Tenorsaxofon und Querflöte werden positioniert, und schon kann es mit der Probe losgehen.

Währenddessen strömen die Menschen in die Kirche. Alle Generationen sind vertreten. Nun wird die Nebelmaschine in Gang gesetzt und Pfarrer Ulrich Lühring begrüßt erfreut die Anwesenden.

Da das „Neujahrskonzert“ in Breinig die Weihnachtszeit beschließt, stimmt Ean Gidman das Konzert mit dem „Little Drummer Boy“ an. Es folgt das Liebeslied aus dem „Phantom der Oper“, das Andrew Lloyd Webber seiner damaligen Ehefrau Sarah Brightman auf den Leib geschrieben hat. Die Sopranistin und Schauspielerin gehört auch zu Gidmans Lieblingssängerinnen wie „Tu“ und „Harem“ zeigen. Ein europaweiter Hit ist „Lily was Here“ von David Stewart und der holländischen Saxofonistin Candy Dulfer. Der sympathische Engländer, der auch charmant moderiert, spielt es auf dem Altsaxofon.

Virtuos wird es mit Ankunft der „Königin von Saba“, einer wirkungsvollen Sinfonia aus dem dritten Akt des Oratoriums „Salomon“ von Georg Friedrich Händel. Zum Träumen laden „Lascia Chio Pianga“ aus Händels „Rinaldo“ und „I dreamed a dream“ aus „Les Miserables ein“.

Das Michael Jackson Medley ist ebenso ein Hörgenuss wie die klassischen Country-Klänge in Garth Brooks „If Tomorrow Never Comes“. Mit einem Feuerwerk von Farben gestaltet Gidman Ludwig van Beethovens vierten Satz aus der fünften Sinfonie. Als ein „One Hit Wonder bezeichnet er das berühmte „Adagio“ von Tomaso Albinoni, das in moderner Fassung auf dem Altsaxofon das Publikum umschmeichelt.

Die Vielfalt des Instrumentes zeigt sich des weiteren in „E. B. Blues“, das die isländische Band „Mezzoforte“ bekannt gemacht hat. „Pink Panther“ ist ein Muss für jeden Saxofonspieler, und das erstmals von Herbie Hancock präsentierte, beliebte Jazzstück „Watermelon Man“ fehlt auch nicht. Alle schönen Klänge der Welt in einem einzigen Wort, nämlich „Maria“ aus der „Westside Story“ von Leonard Bernstein präsentiert er leidenschaftlich.

Dann kommt das Schlussstück. Musik, Licht und Emotionen spiegeln sich noch einmal in dem von Louis Armstrong weltbekannten „What a wonderful world“.

Die Fassung in Stolberg stellt für Gidman eine Premiere dar. Er spricht einzelne Zeilen in Deutsch oder Englisch, singt sie und spielt den Songtext auf dem Sopransaxofon.

Die Zuhörer sind begeistert, wollen aber noch nicht nach Hause gehen. So gibt es als Zugabe Giacomo Puccinis Arie „Nessun Dorma“ des Prinzen Kalaf aus „Turandot“ und die von Eric Carmen und Celine Dion gesungene Ballade „All By Myself“.

Alle Besucher erheben sich von den Plätzen und bedanken sich für diesen zauberhaften Abend in der Breiniger Pfarrkirche. Für Ean Gidman und sein Team ist der Abend aber noch längst nicht beendet. Zwei Stunden gilt es noch abzubauen, dann ein Abendessen bei Pfarrer Ulrich Lühring, und die Heimreise kann angetreten werden.

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