Ein Fall für die Feuerwehr: Blindschleiche im Gartenteich

Von: Laura Beemelmanns
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In den meisten Fällen erreichen die Feuerwehr Anrufe von besorgten Bürgern, die eine Schlange gesichtet haben. In der Regel sind dies jedoch nur harmlose Blindschleichen oder kleine Nattern.

Stolberg. Was würden Sie tun, wenn Sie eine Schlange in Ihrem Gartenteich sehen? Oder etwa eine Katze, die schon seit Stunden auf einem hohen Baum sitzt? Vermutlich die Feuerwehr informieren. Und die rückt regelmäßig auch wegen Tiereinsätzen aus.

In Stolberg sind diese in den meisten Fällen jedoch recht unspektakulär, wie Feuerwehrsprecher Michael Konrads verrät. In der Regel handele es sich um heimische Echsenart wie etwa die Blindschleiche oder eine kleine Natter, um verletzte Vögel, Katzen oder Hunde. Die spektakuläreren Fälle ließen sich an einer Hand abzählen. Doch das sei auch gut so.

Wenn sich beispielsweise eine dieser heimischen Schleichen dennoch einmal in einem Teich verirrt haben sollte, wird sie aufgenommen, von einem Fachmann bestimmt – das ist hin und wieder auch der Leiter des Euregiozoos in Aachen, Wolfram Graf-Rudolf – und wieder dort freigelassen, wo sie eigentlich herkommt. Verletzte Tiere bringe die Feuerwehr zum Tierarzt. Herrenlose oder bereits gestorbene Tiere würden dem Technischen Betriebsamt übergeben. Die wiederum bringen die Tiere zum Tierheim oder kümmerten sich um die Entsorgung des toten Tieres, sagt der Sprecher.

Eine weitere Anlaufstelle ist das Tierheim der Städteregion in Aachen. Bis Mai diesen Jahres wurden allein 34 Fundtiere aus Stolberg zum Tierheim gebracht. Teils von den Findern selbst, teils vom Bauhof. Denn dieser rücke immer dann aus, wenn dem Ordnungsamt oder der Feuerwehr ein Fundtier gemeldet wurde, das zunächst irgendwo untergebracht werden müsse, sagt eine Sprecherin des Tierheims.

Das seien in der Regel Katzen, Hunde und Kleintiere wie Vögel, Kaninchen, Hamster oder auch Schildkröten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Hunde wieder zurück zu ihren Besitzer kommen, sei sehr hoch – bei Katzen und Kleintieren jedoch eher gering, sagt sie.

Tiereinsätze wegen Hunden, die bei hohen Temperaturen im Auto gelassen wurden, habe es nicht gegeben. „Wir mussten noch nie eine Scheibe einschlagen“, sagt der Sprecher der Feuerwehr. „Wir würden es aber tun, wenn es zu einem solchen Notfall kommen würde.“ Auch die besagte Katze auf dem Baum habe es so in Stolberg noch nicht gegeben. „Wenn sie hinauf kommen, kommen sie in der Regel auch wieder runter“, sagt der Sprecher.

Vor einigen Jahren sei die Feuerwehr häufig ausgerückt, um Wassertröge auf Kuhwiesen mit Wasser zu füllen, falls dies von den Besitzern vergessen oder unterlassen wurde. Besonders bei hohen Temperaturen war dies für die Tiere oft dringend nötig. Diese Einsätze seien in den vergangenen Jahren jedoch nicht mehr oft vorgekommen. Hin und wieder müssen sie nur eine entlaufene Kuh oder ein Schaf einfangen.

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