Stolberg - Ein bisschen Udo Lindenberg an der Wand

Ein bisschen Udo Lindenberg an der Wand

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
10470916.jpg
Bei einem Treffen mit Udo Lindenberg in Werl unterhalten sich Elisabeth und Ludwig Pitz angeregt mit dem „normalen Star ohne Allüren“. Foto: K. Hoffmann
10471013.jpg
Die Galeristen präsentieren Bilder von Udo Lindenberg in Breinig seit rund zehn Jahren. Foto: D. Müller

Stolberg. Schon vor mehr als drei Jahrzehnten wollte er mit dem „Sonderzug nach Pankow“ fahren. Udo Lindenberg ist das Urgestein der deutschsprachigen Rockmusik schlechthin, und derzeit ist der „Panikrocker“ auf Stadiontour, füllt große Arenen in Hannover und Frankfurt am Main sowie das Berliner Olympiastadion.

Seit zehn Jahren ist Udo Lindenberg aber auch permanent in der Kupferstadt gegenwärtig – in Form seiner Bilder, die in einer Breiniger Galerie angeboten werden.

Im Jahr 2004 kennengelernt

Udo Lindenberg kennengelernt haben Ludwig und Elisabeth Pitz im Jahr 2004. „Bei der Jubiläumsausstellung in Heinrich Walentowskis Galerie-Stammhaus in Werl“, erinnert sich Ludwig Pitz. „Walentowski meinte im Gespräch mit Udo und mir, 2005 könnten wir doch das 25-jährige Bestehen unserer Breiniger Galerie mit einer Lindenberg-Ausstellung feiern. Noch bevor ich zögern, geschweige denn darüber nachdenken konnte, sagte meine Frau aus dem Hintergrund: ,Warum eigentlich nicht?‘ Damit war die Ausstellung beschlossene Sache – und wurde ein voller Erfolg.“

Seitdem sind Udo Lindenbergs Bilder fester Bestandteil im Angebot der Galerie, die der einzige „Lindenberg-Standort“ in der Euregio sei, beschreibt Ludwig Pitz: „Die nächstgelegene Möglichkeit, ein Bild von Udo zu erwerben, ist in Düsseldorf.“

Die Breiniger Galerie indes versende Lindenbergs Werke nach „Sylt und Friedrichshafen, ins Erzgebirge und an die Mosel“: „Rund Dreiviertel unserer Kunden kaufen die Werke online aus quasi der gesamten Bundesrepublik“. Durch die Zusammenarbeit mit Walentowski folgten weitere bekannte Namen, deren Kunstwerke in Breinig zu sehen und zu kaufen sind: Darunter James Rizzi, Janosch, Helge Schneider, Frank Zander und nun auch Otto Waalkes.

Doch der Bekanntheitsgrad dieser Stars sei eher nebensächlich, sagt Elisabeth Pitz, im Gegenteil: „Es macht richtig Spaß, mit diesen Menschen zusammenzuarbeiten. Und zwar nicht weil sie prominent sind, sondern weil sie natürlich geblieben sind und überhaupt nicht abgehoben.“ Ihr Ehemann stimmt zu: „Es sind nette, freundliche Leute ohne Starallüren. Sie sind besonders und dabei trotzdem herrlich normal.“

Dies habe das Breiniger Paar jüngst erst wieder erlebt, als Ludwig und Elisabeth Pitz zum 66. Geburtstag des Galeristen Heinrich Walentowski eingeladen waren und gemeinsam mit Udo Lindenberg, Helge Schneider und anderen Stars feierten.

Für Otto Waalkes, Frank Zander, Udo Lindenberg, Helge Schneider und Co. sei ihre Prominenz sicher ein Vorteil gewesen, um auch in der Kunstszene durchzustarten, aber der Name alleine genüge nicht, betont Ludwig Pitz: „Sie können künstlerisch wirklich etwas, sonst hätten ihre Werke sich nicht dauerhaft auf dem Kunstmarkt durchgesetzt.

Ob Kabarettist, Musiker und Schauspieler Helge Schneider oder Udo Lindenberg, der Musiker, Komponist und Textdichter ist, – es sind sehr kreative Menschen.“ So habe Otto Waalkes bereits zu Beginn seiner Karriere seine Bücher selbst illustriert und etwa die berühmten „Ottifanten“ geschaffen. „Frank Zander zum Beispiel versteht sein Handwerk, da er ausgebildeter Werbegrafiker ist.“

Elisabeth Pitz bekräftigt: „Als Künstler haben sie ihre eigenen unverwechselbaren Stile und ihre Werke sind sehr originell. Man merkt ihnen an, dass Kunst ihnen wirklich Spaß macht.“

Und am Beispiel Udo Lindenberg sehe man, dass längst nicht nur Fans des Musikers an seinen Kunstwerken interessiert seien, sagt Ludwig Pitz: „Auch ,musikalisch unbelastete‘ Kunstfreunde kaufen Udos Bilder – werden dann aber oft zu Fans des Musikers Udo Lindenberg.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert