Stolberg-Gressenich - Eifelverein Gressenich auf der 600. Wanderung

Eifelverein Gressenich auf der 600. Wanderung

Von: Leona Otte
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Zügigen Schrittes geht es voran: Die Wanderfreunde der Ortsgruppe Gressenich des Eifelvereins bei der Jubiläumswanderung durch das Omerbachtal. Foto: Leona Otte
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Zur Feier des Tages: Die Wanderfreunde der Ortsgruppe Gressenich des Eifelvereins stellen sich anlässlich ihrer 600. Wanderung zum Gruppenfoto zusammen. Foto: Leona Otte

Stolberg-Gressenich. Immer wieder über Stock und Stein: Die Ortsgruppe Gressenich des Eifelvereins begab sich auf ihre 600. Wanderung. Es hat in der Tat etwas Befreiendes an sich, einfach mal nach draußen zu gehen, sich an einen Waldrand zu begeben und einen Fuß vor den anderen zu setzen, ohne dabei genau zu wissen, wohin einen die eigenen Füße tragen. Vergessen sind für kurze Zeit der Stress und die Probleme des Alltags.

Nur die Natur erschließt sich am Wegesrand, schafft Raum zum Atmen und erinnert mit ihrer Schönheit an die weitreichende Fülle des Lebens. Die Mitglieder der Ortsgruppe Gressenich des Eifelvereins schätzen diese Erfahrungen sehr.

Ein bis zwei Mal im Monat treffen sie sich, schnüren ihr Schuhwerk und marschieren los. Hinter ihnen liegen bereits 599 Wanderungen und unzählige Kilometer – am Montag dagegen lag eine ganz besondere Strecke vor ihnen, denn es ist die 600. Wanderung seit der Vereinsgründung im Frühjahr 1989: „Dieses Jahr hat sich das per Zufall so ergeben, dass uns nun die 600. Wanderung bevorsteht“, sagt der Vorsitzende Werner de Fries, „und wir freuen uns natürlich, das heutige Erlebnis hier bei diesem herrlichen Wetter und in dieser waldreichen Gegend unbeschwert genießen zu können.“

Immer mehr Mitglieder fanden am Spielplatz Elle in Gressenich zusammen, begrüßten einander und warteten darauf, dass es endlich losgeht. Dann hörte man die ersten Wanderstöcke über den Asphalt klackern. Die Strecke führte am Gressenicher Wald vorbei, durch das Omerbachtal bis hin zur Hubertushütte und schließlich über eine Schneise wieder zurück. Die Menschentraube, die sich am Anfang gebildet hatte, hatte sich längst aufgelöst. Grüppchenweise spazierten die 30 teilnehmenden Wanderfreunde über Stock und Stein immer weiter vorwärts.

Dem Ermessen nach, jeder so schnell wie er kann. Der eine ist in Gedanken versunken, die anderen sprechen über die Familie, das Dorfgeschehen oder schwelgen in Erinnerungen an frühere Ausflüge, so dass hier in besonderer Weise deutlich wird, worum es den Menschen beim wandern geht: um die Gemeinsamkeit, den Einklang mit der Natur, die Heimat, die daraus resultierende Verbundenheit.

Das ist der Reiz, der sie jeden Monat aufs Neue dazu veranlasst, an den Wanderungen teilzunehmen. Sechs Kilometer und zwei Stunden später sind die Geräusche der Stöcke im Wald verhallt. Die Ortsgruppe Gressenich des Eifelvereins ist eingekehrt: „Das ist immer das Schönste. Danach in einer gemütlichen Runde zusammenzusitzen und den Tag ausklingen zu lassen“, findet Gerti Eymael, die seit 25 Jahren dem Eifelverein zugehörig ist und selbst schon um die 250 Wanderungen mitgemacht hat.

Als dann darüber spekuliert wird, wo denn genau die erste Wanderung stattfand, staunen die Gründer der Ortsgruppe Walter Eßer, Wilfried Kuhl sowie Werner de Fries nicht schlecht, als ihnen die Ironie des Schicksals bewusst wird. Denn genau hier, vor 27 Jahren, hat mit exakt derselben Strecke alles angefangen.

Wer hätte es damals wohl für möglich gehalten, dass sie am Montag auf die 600. Wanderung anstoßen würden?

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