Eifelmaler Alfred Holler zeigt Landschaftsbilder und Radierungen

Von: dim
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Die Stolberger Motive in Hollers Radierungen werden ebenso intensiv betrachtet wie die Landschaftsgemälde des Eifelmalers. Foto: D. Müller

Stolberg. Dass die noch relativ neue Kupferstädter Kunstausstellungsreihe „In Memoriam“ sich großer Beliebtheit erfreut, zeigte einmal mehr die Vernissage zur Schau „Alfred Holler – Maler und Radierer“. Rund 100 Gäste fanden sich zur offiziellen Ausstellungseröffnung im Museum Zinkhütter Hof ein, bevor sie in kleineren Gruppen Hollers Werke in dem Kunst-Department – die Villa des Museumsquartiers – bewunderten.

Passende Worte gab den Besuchern der Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke mit auf den Weg, indem er die von Holler gemalten beschaulichen Eifellandschaften wie folgt beschrieb: „Es sind Bilder, in denen man wandern kann.“

Tölke bescheinigte Alfred Holler eine besondere Aufmerksamkeit. „Er hatte den typischen Blick eines Menschen, der etwas Neues kennenlernen will.“ Tatsächlich stammte Holler, der als einer der bedeutendsten Eifelmaler gilt, aus Krefeld. Dort besuchte er als 17-Jähriger 1905 die Kunstgewerbeschule, wechselte ein Jahr später an die Düsseldorfer Schule. In der Folge studierte Holler in Paris und in Karlsruhe, bis er sich 1910 in Eupen ansiedelte. Holler nahm ein Studium bei dem Landschaftsmaler Ludwig Dill auf, war von 1914 bis 1917 in Litauen als Kriegsmaler tätig. Von 1918 bis zu seinem Tode im Jahr 1954 lebte und arbeitete der Künstler in Eupen.

Analog zum Ausstellungstitel ist die Schau „In Memoriam“ in zwei Räume thematisch unterteilt. Dem Maler Holler ist in der Villa der Raum mit Ölgemälden, die vornehmlich Eifelmotive zeigen, gewidmet. Zu Werken wie „Sommertag in der Vulkaneifel“ oder dem „Blühenden Eifelginster“ gesellen sich aber auch Bilder wie „Fischerboot am Strand“ und „Bauerndorf in Flandern“.

Der Radierer Holler kommt in dem zweiten Raum zur Geltung – mit viel Stolberger Lokalkolorit. Mit der von Tölke angesprochenen Aufmerksamkeit setzte der Künstler Alfred Holler Kupferstädter Motive um. „Brücke zur Schart“ und „Am Vichtbach“ zeugen ebenso von seiner Freude an den Stolberger Gegebenheiten wie Motive im Vogelsang oder an der Ellermühle. Burg und Enkerei hat Holler ebenfalls zu Papier gebracht.

Freunde von Eifellandschaften kommen also bei der Ausstellung gleichermaßen auf ihre Kosten wie Freunde der Stolberger Altstadt und auch historisch interessierte Menschen, denn die alten Holler-Radierungen zeigen auch Stadtansichten, die es so heute nicht mehr gibt.

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