Eifelkabarettist Jupp Hammerschmidt im Stolberger „Piano“

Von: Anissa Bouamoud
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Der Eifelkabarettist, Jupp Hammerschmidt, trat jetzt mit seinem aktuellen Programm und Eifeler Humor im Stolberger „Piano“ auf. Foto: A. Bouamoud

Stolberg. Es ist Jupp Hammerschmidt, der mit seinem Eifeler Humor auch in Stolberg ankommt. Der Eifelkabarettist präsentierte sein neues Programm „Ne baschtisch wracke Wönk“ mit dem Untertitel „Die Eifel von hinter der Hecke gesehen“, welches ausführlich das geheimnisvolle Leben der Eifeler erklärt.

Abwechslung ist bei dem Höfener Künstler garantiert: Um dem Publikum im Stolberger „Piano“ die Welt in der Eifel so gut wie möglich zu beschreiben, erklärt der Kabarettist die Welt musikalisch mit selbst geschriebenen Liedern, aber auch mit der Poesie. Die bekanntlich hohen Buchenhecken der Eifel begründet er mit den Wettergegebenheiten der Eifel. Der heftige, ekelhafte, fiese Wind der in der ländlichen Region durchaus bekannt ist, ist der Grund für die Buchenhecken oder auch genannt „das achte Weltwunder“. Sein Tipp: „Da muss man sich schon einen Wrack mehr anziehen.“

Oder auch mehr, denn wer das nicht macht, zerbirst an dem Wind. In kurz und auf Eifeler Platt „ne baschtisch wracke Wönk“. In seinem neuen Programm zeigt der Kabarettist, Jupp Hammerschmidt, was sich hinter der großen Hecke noch so abspielt. Dabei dürfen die bekannten Gerichten aus der Eifel nicht fehlen: Brei, verschieden zubereitet, Maggi und Himbeersaft die „zweite kulinarische Säule in der Eifel der Nachkriegszeit“.

Hierbei betont Hammerschmidt gerne, dass die Einwohner dort „abgehärtet“ sind im Vergleich zu den Rheinländern. Besonders wenn es um die Nutzung von Bier ginge. Nicht nur diesen Zug der Eifel redet der Kabarettist schön, sondern auch dass der Karneval nicht mit dem Humor der Eifeler zu vergleichen ist. Da der IQ der Eifeler schon immer in der Lage gewesen sei, einfache Sortierarbeit zu verrichten, könne der einfache Rheinländer den „hochintelligenten“ Eifeler Humor nicht nachvollziehen.

Er erzählt in seinem Programm unter anderem davon, wie wichtig es für einen männlichen Heranwachsenden war, den Mädchen auf der Kirmes zu imponieren. Auf der Schiffsschaukel forderte man die Erdanziehungskraft heraus , indem man die Schaukel zum Überschlag brachte, woraufhin man häufig in einer 20 Meter entfernten Baumkrone landete oder auf dem Misthaufen.

Für mehr Abwechslung in seinem Programm führt Jupp Hammerschmidt am 27. Mai zum ersten mal sein Experiment „Eifelkabarett trifft Irish Folk“ auf. Unter dem Titel „Ne Biebeß unn ne Oaß“ geht es um den Schmetterling, der einen Ochsen trifft. Hammerschmidt nennt es „ein Höfener trifft einen Kaltherberger“.

Wenn ein Biebes nen Oaß trifft, ist „per se“ schon mal der Bär los. Dies geschieht aus genetischen Gründen, da das Verhältnis der Ortschaften Höfen und Kalterherberg mit Köln und Düsseldorf zu vergleichen ist.

In dem Stück präsentiert der Biebes Geschichten, Gedichte und Anekdoten aus der schönen guten alten Eifel, während der Oaß dazwischen immer wieder zur Gitarre greift und die Stimme erhebt, um seine Irish-Folk-Songs zum Klingen und Schwingen zu bringen. Die Veranstaltung findet in Kalterherberg statt, und weitere Auftritte mit diesem Programm werden auf der Internetseite jupp-hammerschmidt.de bekannt gegeben.

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