„Eifeler Kriminacht“: James Bond jagt den „Chefteufel“

Von: lk
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James Bond, die Queen, der „Chefteufel“ und sogar eine eigene Airline, die „Breinig Air“, das alles ist bei einem Theaterstück von Schülern der Grundschule Breinig dabei. Foto: Leandra Kubiak

Stolberg. Dieses Stück hat wirklich alles zu bieten: Es gibt die Guten und die Bösen, Freundschaft und eine große Aufgabe, eine actionreiche Verfolgungsjagd von James Bond und dem Teufel und nebenbei wird auch noch um die halbe Welt gereist.

Die Rede ist von dem Stück „Labyrinth der Welten“, das am 24. April bei der 11. „Eifeler Kriminacht“ im Forum M der Mayerschen Buchhandlung in Aachen aufgeführt wird.

Es ist kein Stück, das man schon mal irgendwo gesehen haben könnte, denn eine Gruppe von Grundschülern der Grundschule Breinig hat es selbst entwickelt. „Die Kinder wollten auf jeden Fall, dass der Teufel in dem Stück vorkommt“, erzählt Ingrid Peinhardt-Franke. „Es sollte etwas Düsteres haben.“ Peinhardt-Franke ist Kulturpädagogin und hat das Stück im Laufe des vergangenen Schuljahres mit den Schülern der Klassen 3 und 4 einstudiert. Möglich war das Projekt durch das Landesförderprogramm „Kultur und Schule“.

Einmal in der Woche hat sich die Gruppe dafür in der Schulzeit getroffen, und dann wurde es mal bunt und mal laut: Die Schüler haben nicht nur an der Entwicklung des Stücks gearbeitet, sie haben auch Teile der Kostüme und einige Requisiten selbst gebastelt und Tänze einstudiert.

Zur Handlung: Vier Kinder sind in einer Bücherei und suchen nach Büchern über Vulkane. Plötzlich taucht der Teufel höchstpersönlich auf und zwei der Kinder verschwinden spurlos. Der Plan des Teufels: Er braucht die Kinder, damit sie ein Rätsel für ihn lösen und er aus der Hölle befreit werden kann. Natürlich machen sich die anderen beiden Kinder sofort auf, ihre Freunde wieder zu finden. Unterstützung bekommen sie dabei von „Polizei-Engeln“.

Die schicken die beiden Kinder auf eine Weltreise, damit sie auf andere Gedanken kommen. Bei einem Stopp in England wird prompt die Queen zu Rate gezogen. Wer könnte da besser geeignet sein als James Bond, muss sie sich gedacht haben, und schickt den Agenten los, um den „Chefteufel“ aufzuspüren. Schließlich landet die Gruppe noch in Asien und erkundet China und Japan.

Eine Besetzung lag auf der Hand: Die neunjährige Pia spielt die Queen im eleganten Kleid und mit weißen Handschuhen, denn ihre Mutter kommt aus England und die Sprache beherrscht sie entsprechend gut.

Für Peinhardt-Franke ist es keine Premiere, bei der Kriminacht mit einer Gruppe auf der Bühne zu stehen. Sie arbeitet auch mit anderen Grundschulen zusammen und hat bereits zehn Mal Schülergruppen für den Auftritt bei dem Abend fit gemacht. In der Mayerschen Buchhandlung werden die Breiniger Grundschüler am 24. April den Auftakt machen. Etwa eine Viertelstunde lang werden sie auf der Bühne stehen und ihr Publikum in eine andere Welt entführen.

Es gehe nicht in erster Linie darum, dass die Schüler einen perfekten Auftritt hinlegen, sagt die Kulturpädagogin. Es gehe ihr darum, die kulturelle Bildung zu fördern und den Kindern die Erfahrung zu ermöglichen, eine Idee zu entwickeln und diese dann auch wirklich in die Tat umzusetzen. „Das Ganze soll in ein Produkt münden!“

„Labyrinth der Welten“ wird am 6. Juli noch ein zweites Mal aufgeführt, dann in einer längeren Fassung und im Rahmen der Schultheatertage Stolberg in der Grundschule Breinig.

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