Eifel wird sparsamer und effizienter

Von: Jürgen Lange
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Die Vertreter von Kreisen, Kom
Die Vertreter von Kreisen, Kommunen und Kammern passten die Schwerpunkte der Zukunftsinitiative Eifel auf der ITB in Berlin aktuellen Herausforderungen an: Frederic Wentz (Städteregion), Klaus Schäfer (ET GmbH), Manfred Schnur (Cochem-Zell), Heinz Onnertz (Vulkaneifel), Axel Buch (Hürtgenwald), Matthias Pauly (Gerolstein), Ralf Barkey (Handwerkskammer Aachen), Rolf Weidmann, (Handwerkskammer Koblenz), Dr. Joachim Streit (Bitburg-Prüm), Ministerin Isabelle Weykmans (Ostbelgien), Wolfgang Spelthahn (Düren), Helmut Etschenberg (Städteregion Aachen), Günter Rosenke (Euskirchen), Fritz Rötting und Jürgen Drewes (IHK Aachen) und Thomas Klaas (IHK Trier und Koblenz).

Stolberg/Berlin. Wer heute die Zukunft gestalten möchte, muss sich mit den Realitäten des Alltags arrangieren. Die sind bei der öffentlichen Hand durch knapper werdende Finanzen geprägt. Diese Herausforderung hat die Zukunftsinitiative Eifel bei ihrer Tagung auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin gemeistert.

Straffer, effizienter und prägnanter soll die Arbeit an einem Identität stiftenden Standortmarketingkonzept in dem Zusammenschluss von zehn Eifelkreisen, 53 Kommunen und acht Industrie- und Handels- bzw. Handwerkskammern aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens werden.

Einmütig beschlossen ihre Vertreter auf der ITB, das gemeinschaftlich getragene Budget der Zukunftsinitiative unter der Dachmarke Eifel auf rund 50 000 Euro zu halbieren, Arbeitsfelder auf Mitglieder zu konzentrieren und Themenschwerpunkte stärker zu gewichten.

Intensiv und die bisherigen fünf Schwerpunkte übergreifend sollen die Themen Klima und Energie, Demografie sowie Fachkräftemangel, bei dem sich auch die Agit einbringen will, aufgearbeitet werden. Dazu sollen ab Mai unter Einbeziehung der kommunalen Ebene Workshops angeboten werden.

„Das sind Themen, die die gesamte Region bewegen und die nun gemeinsam angepackt werden sollen”, erklärte Ruth Roelen, Koordinatorin der Zukunftsinitiative bei der Städteregion, gegenüber unserer Zeitung. Nicht mehr weiter ausbauen wird die Zukunftsinitiative dagegen die beiden Handlungsschwerpunkte Landwirtschaft sowie Handwerk und Gewerbe, „die über das Engagement der jeweiligen Kammern bereits gut aufgestellt sind”, so Roelen weiter.

Weiter forciert wird auch vor dem Hintergrund der Diskussion über den Fachkräftemangel das Handlungsfeld Technologie und Innovation. „Wir haben das Ziel, Wirtschaft und Wissenschaft verstärkt zusammenzubringen”, sieht Roelen insbesondere die Fachhochulen gefragt.

„Die Aachener Fachhochschule engagiert sich bereits bestens”. Mit der Förderung und dem Aufbau von Netzwerken und Kooperationen soll die Wirtschaftsstruktur der Eifel-Ardenen-Region gestärkt werden, um im Wettbewerb bestehen zu können. „Im Wettbewerb der Städte und Regionen haben nur solche Regionen noch Erfolg, die nach innen und außen professionell organisiert sind sowie geschlossen und einheitlich am Markt auftreten”, unterstreicht Helmut Etschenberg, der als Städteregionsrat derzeit den Vorsitz im Vorstand der Zukunftsinitiative innehat.

Die Regionalmarke Eifel, deren Produkte auch immer mehr Regale großer Supermarkt-Ketten erobern, gilt als ein Erfolgsmodell der Region. Als weiteres gutes Marketinginstrument wird der Technologieatlas herausgestellt, der jetzt auch als Online-Version veröffentlicht wird. Kümmerer in diesem Handlungsfeld sind für die Zukunftsinitiative Ruth Roelen und Frederic Wentz bei der Städteregion.

Engagiert weiter bearbeitet wird auch das Handlungsfeld Wald und Holz durch die Zukunftsinitiative (Kümmerin Iris Poth, Kreis Euskirchen). Die Gründung des grenzüberschreitenden Vereins „Wald und Holz e.V.” zur regionsweiten Holzverwertung gilt ebenso als Erfolg engagierter Netzwerkarbeit wie ein gemeinsam mit der FH Aachen entwickelter eigenständiger Studiengang, der im Berufsbildungszentrum Euskirchen in Kooperation mit dem Holzkompetenzzentrum Nettersheim eingerichtet wurde.

„Das Zugpferd aber ist und bleibt der Tourismus in unserer Region”, unterstreicht Etschenberg die umfassende Präsenz von Eifel und Ardennen auf der ITB in Berlin und die wirtschaftlichen Erfolge vor Ort. Unter der Regie von Eifel-Tourismus-Geschäftsführer Klaus Schäfer als Kümmerer werden kulturelle, sportliche, kulinarische und erholsame Angebote in Eifel und Ardennen touristisch vermarktet - positiv, wie die um 6,5 Prozent auf über 1,58 Millionen gestiegenen Gästezahlen in der Eifel belegen.

Mit der neu strukturierten Tourismusagentur Ostbelgiens unter der Leitung von Sandra De Taeye sowie der länderübergreifenden Eifel Tourismus GmbH werde der erfolgreich gemeinsam eingeschlagene Weg zur einheitlichen touristischen und wirtschaftlichen Vermarktung von Eifel und Ardennen weiter forciert, kündigt Helmut Etschenberg an.
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