Eifel weiter als „Tatort” für Touristen ausbauen

Von: Jürgen Lange
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Der Stand der Aachen-Eifel-Ardennen-Region als Tatort der Politiker-Besuche: NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben war eine von vielen hochrangigen Vertretern, die das Gespräch - hier mit Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn und Aachens Kreisdirektor Helmut Etschenberg - auf der ITB suchte. Foto: J. Lange

Stolberg/Berlin. Der Tatort Eifel. Der liegt in Berlin in der Halle 8 der weltweit größten Reisemesse. Auf der Internationelen Tourismusbörse ist die Eifel einmal mehr Tatort - und lockt dort auch mit dem „Tatort Eifel”, dem Krimifestival im September in der Vulkaneifel.

Das begeisterte nicht nur NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit wegen der Eifelkrimi-Sammlung, die Kreisdirektor Helmut Etschenberg überreichte. Der Tatort hielt auch die Spannung für die weiteren ereignisreichen touristischen Angebote der Eifel aufrecht, über die sich auch beim Eifel-Abend NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf, Bundestagesabgeordnete Bettina Herlitzius (Grüne) oder die komplette SPD-Riege im Regionalrat infomierten.

Es war wieder einmal die Eifelmannschaft um Etschenberg und seinem turnusmäßigen Nachfolger als Aufsichtsrat der Eifel Tourismus GmbH (ET), der parteilose Landrat des Vulkaneifel-Landkreises Heinz Onnertz (57), ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer und zahlreiche Landräte, Bürgermeister und Tourismusfunktionäre, die die Urlaubsdestination auf der ITB gekonnt ins Blickfeld rückten. Eine durchaus nicht einfache Aufgabe auf der ITB mit ihren 180.000 Gäste, darunter 108000 Fachbesucher, und rund 11000 Aussteller aus über 180 Ländern in der Messestadt unter dem Funkturm.

Dort präsentierte sich das Reiseland NRW erstmals mit einem einheitlichen Messeauftritt: Im Mittelpunkt die Region Ruhrgebiet als ITB-Partnerland, die als Kulturhauptstadt 2010 beworben wird, umrahmt von den übrigen Regionen. Hier präsentierten sich am gemeinsamen Stand die Stadt Aachen und die Eifel-Ardennen-Region. Und doch hatte dieser starke NRW-Auftritt zur Folge, dass die in Vorjahren hoch gelobte gemeinsame Präsentation der Destination auseinander gerissen wurde und sich die rheinland-pfälzische Eifel, wenn auch nur wenige Schritte weiter, auf ihrem Landesstand einreihte.

Was allerdings weniger Auswirkungen auf den Informationsaustausch der Touristiker hatte, denn beide Bundesländer bescheren den Eifel-Vertretern erheblichen Abstimmungsbedarf, um die eigenen Interessen auf Landesebene gewahrt zu sehen: Im NRW-Masterplan und im RLP-Strategieplan 2015, die derzeit erarbeitet werden. Da nutzte Etschenberg auf der ITB gleich die Chance, die Kontakte ins Sauerland zu vertiefen, damit die Mittelgebirgsregionen sich abstimmen, und um Prof. Dr. Ute Dallmeier ins Kreishaus einzuladen. Dort wird mit der Geschäftsführerin des NRW Tourismus am 24.April über die Positionierung der Eifel auf Landesebene diskutiert.

Klar positioniert hat sich schon die Wirtschaftsministerin. Christa Thoben wird gemeinsam mit ihrem RLP-Kollegen Hendrik Hering am 4. April die ersten Schritte bei der offiziellen Eröffnung des Eifelsteigs auf der Etappe zwischen Blankenheim und Mirbach grenzüberschreitend vollziehen.

Neue Schritte zur Vermarktung leiteten die Eifel-Touristiker bei einer Fachtagung am Rande der ITB ein. Die Vermarktung historischer Stadtkerne, Themenrouten und die Etablierung von Wanderhotels waren Schwerpunkte der Fortbildung, um die beachtenswerten Ergebnisse weiter zu steigern.

Mit 1,8 Millionen Gästen und 4,5 Millionen Übernachtungen „ist der Tourismus die Lokomotive der Zukunftsinitiative Eifel”, unterstrich Etschenberg die wachsende wirtschaftliche Bedeutung und forderte die Politiker aus der Region auf, „Tempo und Richtung vorzugeben”, um den Tourismus weiter zu beflügeln und sich abzustimmen. „Nicht jeder kann alles machen, aber wenn wir uns auf die jeweiligen Stärken besinnen, kommen wir gemeinsam zum Ziel”, sagte Etschenberg. Und das heißt, noch mehr Besucher mit einer längeren Aufenthaltsdauer zum „Tatort Eifel” zu locken.
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