Eifel- und Heimatverein feiert vier Jubiläen in einem Jahr

Von: shh
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Ein Höhepunkt des Programms: Elisabeth Ervens bot gemeinsam mit Franz Körfer Frühlingsarien von Mozart und Schubert dar. Foto: S. Henke

Stolberg-Breinig. Gleich vier Jubiläen hatte die Ortsgruppe Breinig des Eifel- und Heimatvereins in diesem Jahr zu feiern.

Da wäre einmal das 65-jährige Bestehen der Ortsgruppe, so wie das 25-jährige Jubiläum für das Bestehen des Informationszentrums „Naturschutzgebiet (NSG) Schlangenberg“. Doch damit nicht genug – seit nunmehr 40 Jahren wird das Breiniger Heimatblatt herausgegeben, und seit 20 Jahren betreibt der Verein einen antiquarischen Büchermarkt.

Dieses „Vierfach-Jubiläum“ galt es nun gebührend zu feiern. Einige Gäste hatten sich in der alten Schule „Am Tomborn“ angekündigt. So wollte die stellvertretende Bürgermeisterin, Carina Wahlen, es sich nicht nehmen lassen, dem Verein ihre Bewunderung und Anerkennung auszusprechen. „Besonders möchte ich mich bei Ihnen bedanken für den Mehrwert, den Sie schaffen. Der Eifel- und Heimatverein Breinig steht für Engagement und Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft“, so die Vize-Bürgermeisterin.

Und damit hat sie Recht. Der Eifel- und Heimatverein gestaltet das Dorfleben maßgeblich mit. Neben Wanderungen und Tagesausflügen mit dem Bus bietet der Verein auch immer wieder interessante Themenabende und sachkundige Führungen an. Weiter bewunderte Carina Wahlen, dass es kaum einen Ort gibt, der so gut erforscht sei wie Breinig. „Der Verein trägt entschieden dazu bei, die Geschichte Breinigs zu bewahren und den nachfolgenden Generationen näher zu bringen. Besonders junge Familien wissen dies zu schätzen und beteiligen sich immer öfter an Vereinsaktivitäten.“ Nennenswert sind auch die vielen Kampagnen, die der Verein unterstützt.

Zum Beispiel der Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Hier ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das bürgerliche Engagement für eine lebenswerte Zukunft auf dem Land. Die Dorfbewohnerinnen und -bewohner sind im Zusammenwirken mit der Gemeinde aufgefordert, Ideen, Konzepte und Projekte zu entwickeln und umzusetzen, die das Leben im Ort attraktiver gestalten. 2012 wurde Breinig mit dem 4. Platz und dem Sonderpreis für die beste Präsentation ausgezeichnet.

Und diesen Erfolg verdankt das Dorf sicherlich auch dem Eifel- und Heimatverein. Weitere Glückwünsche und Dankesreden folgten von der Vorsitzenden der Bezirksgruppe Aachen des Eifelvereins, Ria Borchardt, sowie von Annegret Oerder vom Hauptvorstand des Eifelvereins. Beide lobten das große Engagement der Ortsgruppe Breinig.

Ria Borchardt machte noch einmal deutlich, wie groß das Engagement wirklich ist. „Vielen ist gar nicht bewusst, um was sich dieser Verein alles kümmert. Es sind ja nicht nur die geführten Wanderungen und Beschilderungen der Wanderwege – wobei das alleine schon aufwendig genug ist. Der Verein kümmert sich auch um die Denkmalpflege, die Nistkästen Pflege, die Baumpflanzung und den Erhalt natürlicher Lebensräume.

In der heutigen Zeit ist es schwierig, Vereinsmitglieder zu finden, die sich ehrenamtlich an so vielen Aktivitäten beteiligen“, erklärte die Vorsitzende. Auch Pastor Ulrich Lühring bedankte sich gewohnt humorvoll beim Vereinsvorstand und seinen Mitgliedern. „Ich als passionierter Wanderer genieße die gut ausgeschilderten Wanderwege und halte dies nicht für selbstverständlich“, sagte Lühring.

Besondere Höhepunkte waren auch die musikalischen Darbietungen. So wurde der Breiniger Organist, Franz Körfer, unter anderem von vier jungen Mitgliedern der Blockflötengruppe ebenfalls aus Breinig begleitet. Ein besonderes Highlight war die Darbietung von Elisabeth Ervens, die unter der Begleitung von Franz Körfer zwei Frühlingsarien von Mozart und Schubert darbot. Das „Stöfferläddche“ und „Freut Euch des Lebens“ wurden von allen Anwesenden lauthals zum Besten gegeben.

Josef Naumann, erster Vorsitzender der Ortsgruppe Breinig, war auf Grund des harmonischen Ablaufs der Jubiläumsfeier deutlich erleichtert. „Sechs Monate intensiver Vorbereitung liegen hinter uns“, blickte Naumann zurück. Neben der Vereinshistorie hatte Josef Naumann auch die ein oder anderen Ameröllchen der letzten Jahren präsent. So berichtete er unter anderem von geplatzten Fahrradreifen und verspäteten Moselschiffen.

Doch deutlich wurde bei jeder seinen Geschichten, dass es nicht nur um Vereinsmitglieder geht sondern um Freunde. Die tiefe Verbundenheit im Verein war spürbar. Ein weiterer höchst interessanter Programmpunkt war der Vortrag von Prof. Dr. Klaus Freitag von der RWTH Aachen. Er referierte über die Bedeutung Breinigs in der römischen Antike. Er machte deutlich, dass Breinig schon vor über 2000 Jahren einen wichtigen Stellenwert im wirtschaftlichen Geschehen hatte.

Breinig war aufgrund der Bergwerkstätigkeit über die Stadtgrenze hinaus bekannt und spielte eine wichtige Rolle für die Römer. Sehr informativ waren auch die Führung durch das Informationszentrum „Naturschutzgebiet (NSG) Schlangenberg sowie die Präsentation des Minibüchermarkts, der eigens für die Veranstaltung aufgebaut wurde.

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