Eifel- und Heimatverein Breinig zieht Jahresbilanz

Von: Christoph Hahn
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Stolberg-Breinig. „Das wird mein letztes Jahr als Vorsitzender – mit 91 Jahren sollte man langsam kürzer treten.“ Mit diesen Worten machte Josef Naumann, seit fast genau einem Jahr Erster Vorsitzender des Eifel- und Heimatvereins Breinig, eines bei der Jahreshauptversammlung im Saal des Restaurants „Zur Treppe“ unmissverständlich klar: Beim nächsten Mal steht den Mitgliedern ein Generationswechsel ins Haus.

In diesem Jahr aber gab es noch keine Neuwahlen. Statt dessen hörten die rund 30 Stimmberechtigten Rechenschaftsberichte, interessierten sich für die Vorbereitungen der Jubiläumsfeiern zum 65-jährigen Bestehen Ende April und ließen bei einem Diavortrag die Aktivitäten anno 2015 Revue passieren. Deutlich wurde: Die Breiniger, rührig wie sie sind, haben Nachwuchsprobleme. Die Singgruppe gibt es schon nicht mehr, und auch das Theater-Ensemble steht auf der Kippe.

Sang und klanglos sich aus der Geschichte verabschieden – mit den noch einsatzbereiten Darstellern ist das nicht zu machen, wie der zuständige Fachwart Heinz Milcher erklärte: „Wir werden wahrscheinlich aufhören – aber wir wollen mit einem schönen Stück aufhören.“ Wenn Letzteres sich verwirklichen lässt, soll die unwiderruflich letzte Premiere im Frühjahr 2017 über die Bühne gehen.

„Anderenfalls hören wir sofort auf“, so Milcher weiter. Mehr Menschen unter 60 in den eigenen Reihen würde auch Naturschutzwart Klaus Raschke gerne sehen – aber: „Alle Bemühungen, mal jüngere Leute in die Mannschaft zu kriegen, schlagen fehl“, gab der engagierte Freund der Eifeler Fauna und Flora zu Protokoll.

Dabei haben Raschke und seine Mitstreiter viel zu bieten, was sich gerade in sehr ortsnah umgesetzten ökologischen Projekten zeigt. Zum Beispiel pflegen der Naturschutzwart und seine Kollegen an die 280 Nistkästen rund um ihren Heimatort.

Auch der Feldahorn, Baum des Jahres seines Zeichens, wurde angepflanzt, aber wenig später leider Gottes von Baumfrevlern abgesägt: „Weihnachten hat er nicht mehr erlebt“, kommentierte Raschke traurig. Eine glückliche Wendung indes scheint sich anzubahnen: „Darf ich dir den Baum noch einmal spenden?“, hat dem Naturschützer der Schenker des Gehölzes angeboten.

Stolze Leistung

Eine stolze Leistungsbilanz legte Wanderwartin Irmgard Rüttgers vor. 22 Wanderungen mit 298 Teilnehmern und 2877 dabei zurückgelegten Kilometern: Diese Zahlen können sich wahrlich sehen lassen – genau wie die Einnahmen aus dem Bücherverkauf (1350 Euro) und den vor allem durch den Verkauf von Pfannkuchen beim Pfarrfest erwirtschafteten 500 Euro, von denen Josef Naumann berichtete.

Das wichtigste Kapital des Eifel- und Heimatvereins sind und bleiben jedoch die treuen Mitglieder, Menschen wie Wegewart Josef Wolff, dem der Vorsitzende das Kompliment widmete: „Wenn Sie den Schildern folgen, die der Josef aufgestellt hat, finden Sie Ihr Auto garantiert wieder.“

Jetzt aber stehen die Zeichen erst mal auf Feiern – nicht nur am 24. April ab 14 Uhr in der alten Schule von Breinigerberg, sondern schon am Sonntag zuvor (17. April) dortselbst ab 16 Uhr mit Vorträgen zur Heimatgeschichte, wie Kulturwartin Dr. Hedwig Pötters bekannt gab.

In der alten Schule ist auch das Infozentrum des Vereins untergebracht. Das wird derzeit von den Mitgliedern auf Vordermann gebracht und soll voraussichtlich am 6. März wieder eröffnet werden, wie Vize-Vorsitzender Heinrich Rüttgers mitteilte.

Mehr dazu unter: www.eifelverein.de/breinig/home.

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