Ehrenamtskarten: Menschen Zeit und Empathie schenken

Von: Dirk Müller
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Bürgermeister Tim Grüttemeier (2. v. r.) und die Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen (von links) zeichnen Monika Boettger, Ilona Blauth, Walter Otten, Susanne Meier, Inge Aretz und Marlies Schorr (rechts) mit Ehrenamtskarten der Kupferstadt aus. Nicht im Bild sind Marie-Luise Schneider, Renate Büttgen, Markus Milcher und Jens Dickmeihs. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Kupferstadt ist stolz auf ihre Ehrenamtler, was sie unter anderem bereits seit 2013 mit der Vergabe der Ehrenamtskarte zum Ausdruck bringt. Jetzt haben Bürgermeister Tim Grüttemeier und die Stolberger Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen die Karten mit den Nummern 181 bis 190 verliehen.

Die Karte zeichnet Stolberger aus, die sich 250 Stunden im Jahr beziehungsweise fünf Stunden in der Woche freiwillig engagieren, und Geschäfte und Betriebe in der Kupferstadt offerieren den Trägern der Ehrenamtskarte Rabatte und besondere Angebote.

„Dass Sie Ihre Zeit, Ihre Energie und Aufmerksamkeit und Ihre Empathie anderen Menschen schenken, ist ein wichtiger Stützpfeiler unseres Zusammenlebens“, würdigte Grüttemeier den Einsatz der neuen Inhaber der Ehrenamtskarte. Nießen hob hervor, dass Stolberger Ehrenamtler in vielen unterschiedlichen Bereichen tätig sind.

Und aus fast allen Generationen, wie zwei junge Männer zeigten, die mit der Ehrenamtskarte ausgezeichnet wurden. Bezeichnend an der jüngsten Verleihung der Karte war, dass vier der neuen Inhaber nicht anwesend sein konnten – weil sie sich ihren ehrenamtlichen Aufgaben widmeten.

Zum Beispiel Renate Büttgen, die seit vielen Jahren in dem Sozialkreis der Gressenicher Pfarre St. Laurentius in vielerlei Hinsicht aktiv ist, etwa federführend bei der Karnevalssitzung für Senioren. Feste und Fahrten gehören ebenfalls zu ihrem Metier. Auch verhindert waren die jungen Pfadfinder des Stamms Stolberg Markus Milcher und Jens Dickmeihs, die zur Zeit der Kartenausgabe ehrenamtlich Kinder in Ferienlagern betreuten.

Bereitschaftsdienst am Rursee hatte Marie-Luise Schneider, die bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) seit 1992 in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung tätig ist. Im Rathaus nahmen Ilona Blauth, Walter Otten und Monika Boettger die Ehrenamtskarten entgegen.

Sie engagieren sich im Haus Lucia, betreuen und versorgen dort die Tagespflegegäste, begleiten sie bei Ausflügen und unterstützen das Haus Lucia bei Festen und anderen Veranstaltungen.

Inge Aretz und Marlies Schorr sind mehrfach bürgerschaftlich aktiv, zum Beispiel bei der Stolberger Tafel, wo sie die Kunden bedienen, Ware sortieren und einräumen und das Ladenlokal aufräumen und säubern. Susanne Meier betreut jede Woche die Besucher des Seniorentreffs der Breiniger Pfarre St. Barbara, bei dem immer donnerstags bis zu 100 Gäste anwesend sind.

Ihnen allen dankten Grüttemeier und Nießen für ihren „unverzichtbaren Dienst an unserer Gesellschaft“ stellvertretend im Namen aller Bürger der Kupferstadt. Die Empfänger der Ehrenamtskarten indes gaben sich durchweg bescheiden. „Das Ehrenamt gibt mir viel. Wenn ich wieder zu Hause bin, denke ich: Du hast etwas gutes getan“, meinte beispielsweise Ilona Blauth.

Das bestätigte Walter Otten: „Man bekommt von den Menschen viel zurück.“ Marlies Schorr und Inge Aretz betonten, ihren Einsatz bei der Tafel nicht missen zu wollen: „Die Arbeit im Team macht Spaß, und wir sind wie eine große Familie.“

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