Stolberg - Ehrenamtler schulen für ihre Aufgaben

Ehrenamtler schulen für ihre Aufgaben

Von: Christoph Hahn
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Machen das Helene-Weber-Haus zum Kompetenzzentrum: Monika Thomé, Leiterin Astrid Natus-Can, der Trägerbereinsvorsitzende, Paul Kirch, und Öffentlichkeitsarbeiterin Hannelore Klinkhammer-Bohl (von links). Foto: Christoph Hahn

Stolberg. Die Not ist groß; das Elend der Flüchtlinge, die aus aller Welt nach Deutschland kommen, rührt auch in Stolberg die Herzen. Astrid Natus-Can, die Leiterin des Helene-Weber-Hauses, und der Vorsitzende des Trägervereins, Paul Kirch, wollen dabei nicht zurückstehen und engagieren sich unter anderem durch die Ausbildung von ehrenamtlichen Helfern.

Wie Natus-Can und Kirch am Dienstag bekanntgaben, spielt dabei das der Institution in der Oststraße angegliederte, von Monika Thomé geleitete Mehrgenerationenhaus, eine große Rolle.

Drei ganz besondere Berliner Prominente haben dabei der Leiterin und ihren Kolleginnen den Rücken gestärkt: Beim Bürgerfest im Park von Schloss Bellevue haben Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesfamilienministerin Manuel Schwesig Astrid Natus-Can gegenüber ihre besondere Wertschätzung für den Einsatz der Stolberger ausgedrückt.

Damit nicht genug: Entertainer Eckart von Hirschhausen gab Natus-Can auf das von ihr mitgebrachte Modell des Mehrgenerationenhauses, eines von bundesweit 450, mit beschwingtem Schriftzug ein Autogramm und sorgte so für ein besonderes Mitbringsel aus der Bundeshauptstadt.

Politisch wissen sich die Kupferstädter von der Regierung in Berlin an der langen bis noch längeren Leine geführt und fühlen sich keineswegs „von oben“ bevormundet: „Die Themen als Säulen werden von der Ministerin vorgegeben; die Ausgestaltung ist individuell.“

Von einem Kongress dort hat die Chefin aber noch eine andere wichtige Erkenntnis, die das Mehrgenerationenhaus betrifft, mitgebracht: „Die Finanzierung ist auch über 2015 hinaus gesichert.“ Diese Erkenntnis verdankte sie einem Gespräch mit der Ministerin.

Mit dieser Rückendeckung will das Team mit verstärkter Kraft nicht zuletzt eine Aufgabe anpacken, die zu den traumatischen Folgen von Krieg und Vertreibung gehört: „Wir wollen mit dem Mehrgenerationenhaus wegbrechende Familienstrukturen ein Stück weit kompensieren.“

Ein Instrument soll dabei das „offene Café“, das jeweils donnerstags und freitags zwischen 9.30 und 12 Uhr unter dem organisatorischen Dach des Helene-Weber-Hauses öffnet, sein. Weiteres Angebot: eine Vorlese- und Spielegruppe für Kinder und niedrigschwellige Sprach-Angebote. Aber nicht nur die, die Hilfe brauchen, stehen im Mittelpunkt. Auch die, die diese Hilfe leisten sollen, sind im Helene-Weber-Haus gerne gesehen.

Die Schulung und Qualifikation von Ehrenamtlern gehört hier schon seit einiger Zeit zum Alltagsgeschäft. Aber nicht nur das: Fachkräfte machen Helfer im Einsatz an der Essensausgabe fit. Etwa dafür, worauf es in puncto Hygiene ankommt – „notfalls auch in der Nacht“, wie Astrid Natus-Can erläutert.

Auch den bundesweiten Vorlesetag am 20. November wollen sie und ihre Mitstreiter für die Flüchtlingsarbeit nutzen, wobei sich Monika Thomé schon auf die „große Materialkiste mit Bastelmaterial, CDs und Schulungsunterlagen für die Vorlesepaten“ freut, die für Ende Oktober sehnlichst in Stolberg erwartet wird.

Apropos Vorlesepaten: Die werden noch immer gesucht und sind herzlich dazu eingeladen, sich unter der Rufnummer 02402/95560 zu melden. Ihre Kompetenzen wollen Astrid Natus-Can und die Ihren auch 2016 in der Städteregion (der Bereich, den das Mehrgenerationenhaus abdeckt) durch die Schulungsangebote verstärkt ins Spiel bringen: „Die Kommunen können uns Bedarf melden.“

Dass das Helene-Weber-Haus in diesem Bereich gut aufgestellt ist, macht auch den Vorsitzenden des Trägervereins bei allem Problembewusstsein stolz: „Das ist eine Lücke, die wir über Schulungen gut füllen können“, freut sich Paul Kirch.

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