Ehrenamt hat kräftig Fahrt aufgenommen

Von: Dirk Müller
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In einer Feierstunde wurden die neuen „Stolberger Köpfe im Ehrenamt“ vorgestellt und ein weiterer Baustein der Würdigung der engagierten Bürger präsentiert. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Galerie „Stolberger Köpfe im Ehrenamt“ im Rathaus der Kupferstadt ist angewachsen, und die Gesichter der Empfänger des Ehrenamtspreises 2016 ergänzen die Fotos im Gang auf der ersten Etage.

Die Erweiterung der Galerie ist ein Baustein der Ehrenamtskultur, die in Stolberg kräftig Fahrt aufgenommen hat. Bereits 2011 würdigte die Stadt 160 Menschen, die sich ehrenamtlich in der Seniorenarbeit engagieren, zwei Jahre später wurde die Ehrenamtskarte eingeführt. Für Stolberger, die sich fünf Stunden in der Woche beziehungsweise 250 Stunden jährlich freiwillig engagieren. Die Karte zeichnet die Ehrenamtler nicht nur aus, sondern einige Stolberger Geschäfte bieten Rabatte und spezielle Angebote für die Inhaber. 190 Ehrenamtskarten sind von Herbst 2013 bis heute ausgegeben worden.

Ehrenamtsbeauftragte

Noch mehr Schwung nahm die Wertschätzung des bürgerschaftlichen Engagements auf, als Hildegard Nießen zur Ehrenamtsbeauftragten der Kupferstadt ernannt wurde. Mit konkreten Aufgaben: „Wir wollen das Ehrenamt würdigen, Werbung dafür machen, sich in der Freizeit für andere Menschen einzusetzen, und ich bin Ansprechpartner für Ehrenamtler und die, die es werden wollen“, beschreibt Nießen, dass sie auch „Angebot und Nachfrage“ vermittelnd koordiniere. „Wenn Stolberger sich ehrenamtlich einbringen möchten, ist es wichtig, dass Amt und Mensch zueinander passen, denn Ehrenamt muss Spaß machen.“

Würdigung und Wertschätzung der freiwilligen Helfer sind bestens gelungen, wie der 2015 eingeführte Ehrenamtspreis der Kupferstadt und die Galerie der Preisträger im Rathaus zeigen. „Unser Anliegen ist es, nach außen zu tragen, dass die Ehrenamtler ihr Bürgersein nicht nur als Katalog von Rechten und Pflichten verstehen, sondern gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und den Menschen unserer Stadt unzählige Stunden freiwilliger Arbeit schenken“, erklärt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Dies sei zugleich sehr gute Werbung für das Ehrenamt. „Durch die Berichterstattung über die Preisträger und die Galerie wird auch die Bandbreite der Möglichkeiten deutlich. So haben interessierte Menschen schon das Feld gefunden, in dem sie sich betätigen wollen.“

Die Benennung von Nießen als Ehrenamtsbeauftragte, die das Amt selbstverständlich ehrenamtlich ausübe, sei ein wichtiger und richtiger Schritt für Stolberg gewesen. „Hildegard Nießen hat schon viel bewegt und auch neue Projekte im Blick.“ Etwa sei „Jugend ins Ehrenamt“ ein Thema, aber alle Generationen, die sich engagieren sollen in den Fokus gerückt werden.

Galerie soll stetig wachsen

Und das künftig nicht nur bei dem mit vollem Programm aufgewerteten Tag des Ehrenamts, an dem im vergangenen Jahr die Gäste von Stadtrat und Verwaltung bedient worden sind. Auch die Galerie „Stolberger Köpfe im Ehrenamt“ soll stetig anwachsen. „Freie Wände haben wir im Rathaus genug“, sagt Grüttemeier und betont, dass die Porträtbilder mit Kurzinformationen zu den Betätigungsfeldern der Preisträger nicht in Räumen oder Ecken zu finden sein werden: „Ausschließlich Flure kommen in Frage, denn der Publikumsverkehr ist essenziell. Wir wollen deutlich zeigen: Die Stadt Stolberg und ihre Menschen sind stolz auf ihre Ehrenamtler.“

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