Echte Musikfans feiern auch im Regen gerne

Von: Sarah Sillius
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Spontaner Auftritt: Werner Koch von den „Womanizers” (links) kam noch einmal auf die Bühne, um mit Bernd Lindner von „Groovin„ Stuff” den Klassiker „All right now” zu performen. Foto: S. Sillius

Stolberg. Einige Regentropfen fielen zu Beginn des „Rockballast” noch immer vom Himmel, doch unter dem Regendach vor dem Burghaus tat das der Stimmung keinen Abbruch. Die eingefleischten Stolberger Rock-Fans waren trotz des schlechten Wetters zur mittlerweile legendären Rock-Fete erschienen.

Und das nicht umsonst, denn Marita Matousek, Wirtin der Gaststätte „The Savoy”, hatte zusammen mit Erwin Görres für ein abwechslungsreiches musikalisches Programm gesorgt. Bei der achten Auflage von „Rockballast” tobten sich drei Bands an Gitarren, Schlagzeug, Keyboards und Bässen kräftig aus und belebten die Altstadt mit einem gelungenen Mix aus Rock, Blues, Funk, Soul und Disco.

Den Anfang machte die fünfköpfige Band „Womanizers”, die sich bei ihrem Auftritt zu unterschiedlichen musikalischen Vorlieben bekannte und das Publikum erst einmal aufwärmte. Sänger Werner Koch, Lead-Gitarrist Gregor Goldbach sowie Stephan Thelen an der Rythm-Gitarre, Martin Holle am Bass und Mauricio Jungbauer an den Drums spielten alles, was rockig und laut ist, und ihrem Bandnamen gerecht wurde. Darunter „Everlong” von den Foo Fighters, „Are you gonna be my girl” von Jet und „Bleed American” von Jimmy Eat World.

So langsam wurde die Stimmung lockerer, und die letzten Regentropfen waren gefallen. Zeit also für sattelfesten Bluesrock mit der Band „Groovin´ Stuff”, darunter die Sänger und Gitarristen Stephan Woizik und Bernd Lindner sowie Bassist Horst Dass und Schlagzeuger Simon Epp. In ihr Bühnenprogramm gesellte sich ruhiger Blues neben harten Rock´n´Roll und einer guten Portion Slide-Gitarre. Klassiker von Blues- und Southernrockstars, aber auch eigene Songs waren zu hören. Der Band war anzumerken, dass sie sich im Raum Köln-Bonn bereits einen Namen gemacht haben.

Gekonnt wechselte sich die eher sanfte Blues-Stimme Stephan Woiziks mit Bernd Linders hart-verrauchten Rock-Stimme ab - und auch zusammen gingen sie gut ins Ohr. Zwischendurch wurde die Mundharmonika hervorgezaubert oder so hart in die Gitarre gehauen, dass bei Lindners Instrument eine Saite heraussprang. Aber es wurde tapfer weitergespielt: Mit Klassikern wie „Jumpin´ Jack Flash” von den Rolling Stones und einem Duo mit dem „Womanizer”-Frontsänger Werner Koch zu „All right now” von Free krönten „Groovin´ Stuff” ihren gefühlvollen Bluesrock-Auftritt.

Tanzbar und „groovy” wurde es mit der letzten Band „Typical Fruits”. Stefan Rank und Tine Vonhoegen an den Vocals sowie Gitarrist Christian Vedder, Keyboarder René Schwiers sowie Jürgen Klein am Bass und Mischa Wyboris an den Drums bewiesen, dass sie den Soul im Blut haben. Von beliebten „Evergreens” bis zu Rock-Pop-Stücken, Soulnummern und funkigen Disco-Songs - die Auswahl der Band war vielfältig, aber immer ein Garant für gute Laune. Unter anderem auf dem Programm standen Songs wie Queens „Another one bites the dust” und „Valerie” von Amy Winehouse.

Derweil verriet Erwin Görres: „Viele Bands bewerben sich mittlerweile für den Rockballast, aber wir versuchen jedes Mal, aus unserer langen Liste die Besten auszuwählen.” Das ist den Veranstaltern mit ihrer abwechslungsreichen Auswahl auch in diesem Jahr wieder gelungen.
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