Stolberg - „Echoes of Nawlins” führen in die legendäre Bourbon Street

„Echoes of Nawlins” führen in die legendäre Bourbon Street

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Enführten das Publikum in die Bourbon Street: „Echoes of Nawlins” mit Hans Peter Schüller (v.l.), Thomas LEtienne, Manni Hilgers, Susanne Riemer, Hans Fischer und Jan Doveren.

Stolberg. Der Musik von New Orleans, der Wiege des Jazz, haben sich die Musiker der Formation „Echoes of Nawlins” verschrieben. Am Samstagabend hat die Band aus der Region den Klang des amerikanischen Schmelztiegels, der viele musikalische Einflüsse vereint, im Rahmen des städtischen Kulturprogramms durch die Stolberger Burg hallen lassen.

Band-Gründer Hans Peter Schüller war 1983 zum ersten Mal in New Orleans, oder „Nawlins”, wie viele Einheimische ihre Heimat nennen, und hat die faszinierende Stadt und ihre Musik kennen und lieben gelernt. Seitdem besucht er sie regelmäßig. 2006 gründete der Pianist und Sänger seine eigene Band, um sich nicht mehr zwischen traditionellem Jazz und der heute lebendigen Musik New Orleans entscheiden zu müssen.

„Ich wollte keine Kompromisse machen, sondern die Musik der Stadt mit all ihren vielfältigen kulturellen Einflüssen spielen”, erklärt Schüller. Seitdem präsentiert „Echoes of Nawlins” einen facettenreichen und undogmatischen Jazz voller Elan und bedingungsloser Spielfreude.

Zu den Klängen des „Basin Street Blues” zogen die Musiker in den gut besuchten Rittersaal, um in der Folge das Publikum zu begeistern und mitzureißen. Bereits bei dem zweiten Stück, das Sextett swingte „The Preacher” von Horace Silver, erhielten Susanne Riemer an der Trompete, Jan Doveren an der E-Gitarre und Schüller am Flügel „Szenenapplaus” für ihre leidenschaftlichen Soli.

„I Want a Little Girl” wurde vom Stargast des Abends, Thomas LEtienne, gesungen, der schon 15 Jahre in New Orleans gelebt und musiziert hat und „Echoes of Nawlins” stimmlich sowie mit seiner Klarinette und dem Tenorsaxophon hervorragend ergänzte. Getragen von schwermütigem Rhythmus, für den sich Schlagzeuger Hans Fischer und Manni Hilgers am Kontrabass verantwortlich zeichneten, und gewürzt mit träumerisch-traurigen Klängen von Trompete und Klarinette, kam der Song im Stil eines romantischen Blues daher.

Ähnlich blues-lastig waren Ray Charles „Hard Times” oder die sanfte Jazz-Ballade „Making Whoopie” von Ella Fitzgerald, die Riemer hinreißend interpretierte, wogegen die Einflüsse des RocknRoll Stücke wie „Im Walking” und „Hello Josephine” von Fats Domino prägten.

Paul Barbarans „Second Line” erinnerte an Dixieland-Jazz, und lateinamerikanische Strömungen waren aus „Carnevals in Town”, einem Song des zeitgenössischen Interpreten Leroy Jones, herauszuhören. Und „Mettez i dehro” mutete derweil karibisch an.

Hans-Peter Schüller wurde rundum seinem Anspruch gerecht, die verschiedenen musikalisch-kulturellen Einflüsse seiner Lieblingsstadt zu Gehör zu bringen. Gute zwei Stunden entführte „Echoes of Nawlins” das Publikum aus dem Rittersaal der Stolberger Burg direkt in die legendäre Bourbon Street des French Quarters von New Orleans.

Die Gäste zeigten sich begeistert und kehrten nur ungerne in „das wahre Leben” zurück. Gleichwohl spendeten sie der überzeugenden Band zum Abschluss lang anhaltenden Applaus.

Vier weitere Konzerte auf der Burg

Vier weitere Konzerte werden noch im Rahmen des städtischen Kulturprogrammes im Laufe des Jahres im Rittersaal der Stolberger Burg geboten: Syln Dan: Französische Chansons, Samstag 22. Mai; Violette und Jozsef çcs: Klavier, Flöte, Gesang, Samstag 10. Juli; Indra Hammes, Marie Sophie Casper, Bern Gaube: Operetten Trio, Samstag 30. Oktober; Denis Wittberg und seine Schellack-Solisten: Vom Grammophon zum Mikrophon, Samstag 13. November.
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