Dynamik und Energie reißen Publikum mit

Von: Dirk Müller
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Dieter Nitsche (v. l.), Wolfgang „Wawa“ Wynands, Majid Salama und Winni Rüland bringen das Publikum in der Musikkneipe „Piano“ gehörig in Blues-Wallung. Foto: D. Müller

Stolberg. Wenn eine Band aus Eschweiler in der Kupferstadt ein „Heimspiel“ zelebrieren kann, dann ist es „Saturday Night Fish Fry“ (SNFF). Den klangvollen Beweis dafür lieferte die Formation bei ihrem jüngsten Konzert in der Musikkneipe „Piano“, die zum Bersten gefüllt war.

Das Publikum feierte seine „Blues-Helden“ in der Altstadt ausgiebig, und die Band setzte auf eine sehr gelungene Mischung aus alt bewährten und neuen Stücken, die sich in das stimmige Repertoire von „Saturday Night Fish Fry“ einfügten.

Zum Beispiel „Green Onions“ von Booker T. and the M. G.‘s, mit dem die Band instrumental und unwiderstehlich den Abend einleitete. Stilsicher und voller Spielfreude begeisterte SNFF die Musikfreunde auch in der Folge mit handgemachtem Sound. Als „treibende Kraft“ fungierte im wahrsten sinne des Wortes die souveräne Rhythmussektion bestehend aus Dieter Nitsche an der Bassgitarre und Winni Rüland am Schlagzeug. Voller Dynamik und Energie rissen die Musiker die Zuhörer mit, was auch den beiden Gitarristen durchweg gelang.

Viele Soli

Majid Salama und Sänger Wolfgang Wynands spielten wechselweise Lead- und Sologitarre und brachten das Publikum gehörig in Wallung. Zahllose virtuose Soli erhielten lautstarken Applaus. SNFF blieb sich selbst – also dem Blues – dabei zwar stets treu, spielte aber dennoch ein abwechslungsreiches Konzert.

Country-Music

So wurden relativ getragene Blues-Stück von kernigem, temporeichen Bluesrock „überholt“. Songs wie Steve Gibbons‘„Any Road up“ reicherten die „frittierten Fische“ mit Elementen von Country-Music an, würzten „Honey Hush“ von Big Joe Turner und Willie Mae „Big Mama“ Thorntons „Little red Rooster“ mit einer flotten Prise Funk. Rock‘n‘Roll- und Rockabilly-Elemente verfeinerten viele der Blues-Klassiker wie Johnny „Guitar“ Watsons „Looking Back“ oder Albert Kings „Let‘s have a natural Ball“.

Mit viel authentischem Blues-Gefühl sang Wolfgang „Wawa“ Wynands wahre Ikonen des Genres, und die Band spielte sich und vor allem das Publikum in einen fantastischen Blues-Rausch, der seines Gleichen sucht. Sowohl mit Klassikern wie Johnny Cashs „Folsom Prison Blues“, Eddie Cochrans „Twenty Flight Rock“ und „Down Home Blues“ von George Henry Jackson als auch mit starken Eigenkompositionen von „Saturday Night Fish Fry“.

Das brandneue „Don‘t you let her take your Bottle away“ kam bestens bei den Gästen im „Piano“ an, und weitere eigene SNFF-Songs wie „I‘m the Man“, „Me and the Devil“, „Rollin‘ Kitchen Boogie“ und „Whopbopalula-Bebopalula Girl“ wurden ebenso frenetisch gefeiert wie Willy DeVilles „Cadillac Walk“ oder auch der Song, der quasi das Titelstück zur Band darstellt.

Nächstes Konzert

Denn die beliebte weil musikalisch sehr versierte Formation entlieh einst ihren Namen einem Stück das „Louis Jordan and his Tympany Five“ 1949 veröffentlichten: „Saturday Night Fish Fry“.

Chrusoe Band

Zum nächsten Konzert in der Musikkneipe „Piano“, Burgstraße 26, spielt „The Rob Crusoe Band“ auf. Die Formation präsentiert Soul, Funk, Blues und mehr am Samstag, 5. März, ab 20.30 Uhr.

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