Droht dem Stadtverband der Musikvereine das Ende?

Von: Dirk Müller
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Reiner Emonds (links) und Karl-Heinz Theis hoffen, dass sich Bewerber für den Vorstand des Stadtverbands finden. Foto: D. Müller

Stolberg. 2016 kann das Aus für den Stadtverband der musikausübenden Vereine in Stolberg kommen: „Wenn wir bis dahin keinen geschäftsführenden Vorstand aufweisen können, wird vom Amtsgericht ein Notvorstand eingesetzt, um den Verein zu liquidieren“, beschreibt Geschäftsführer Karl-Heinz Theis das Drohszenario, das über dem Verband schwebt.

 Er und der Vorsitzende Reiner Emonds werben dafür, dass sich bei der Mitgliederversammlung des Stadtverbands am kommenden Mittwoch (siehe Infokasten) Bewerber für die Ämter des Vorsitzenden, seines Stellvertreters sowie des Geschäftsführers finden. „Wir streben natürlich einen fließenden Übergang an, bei dem die neuen Vorständler in Ruhe eingearbeitet und von uns begleitet werden“, sagt Emonds.

Emonds und Theis hoffen, das Ende des Verbands durch Freiwillige, die die Vorstandsarbeit weiterführen, abwenden zu können, zumal der Stadtverband eine wichtige Interessenvertretung der musikausübenden Vereine darstelle. „Die angeschlossenen Vereine zahlen keine Mitgliedsbeiträge, können aber von Zuschüssen profitieren. Die Mitgliedschaft bietet also nur Vorteile“, erklärt Theis und betont, der Verband sei dabei wesentlich mehr als nur ein Verteiler von Zuschüssen.

Emonds bestätigt dies und führt einige Beispiele an: „Wir haben etwa bei Veranstaltungen der Städteregion wie die ,lebendige Erinnerungswerkstatt Stolberg‘ oder ,Open Steinweg‘ mitgewirkt. Der Impuls, das frühere Gemeinschaftskonzert der Männerchöre auch für gemischte und Damenensembles zu öffnen kam auch aus dem Stadtverband.“

Jüngst habe der Verband die Bürgerstiftung bei dem Benefizkonzert zugunsten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge unterstützt. „Wir haben Plakate gehängt, Flyer verteilt, beim Auf- und Abbau geholfen und Eintrittskarten für rund 1000 Euro verkauft.“

Der Bürgerstiftung wolle der Stadtverband jetzt auch beitreten. „Sowohl als Stifter als auch aktiv, indem die Mitgliedsvereine bei wohltätigen Veranstaltungen der Bürgerstiftung musizieren“, erläutert Theis.

Künftig sei es angestrebt, dass aus den Reihen der Mitgliedsvereine Vertreter bei den Planungen einzelner Veranstaltungen mitsprechen und mitarbeiten, damit der neue Vorstand, wenn er denn gefunden wird, nicht zu stark belastet werde, meinen Theis und Emonds. „Ansonsten ist der Arbeitsaufwand überschaubar. Wir treffen uns beispielsweise zu drei Vorstandssitzungen im Jahr.“

Dem immer noch nicht gefunden neuen Vorstand gegenüber steht die positive Entwicklung im Stadtverband: Nachdem der amtierende Vorstand aktiv auf die Stolberger Musikvereinigungen zugegangen ist, wuchs der Verband von ehemals sieben auf nun 13 Mitgliedsvereine an. Umso wünschenswerter wäre es, dass sich ein neuer Vorstand für den Stadtverband der musikausübenden Verine findet.

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