Stolberg - Drogenbande von der Mühle muss sich vor Gericht verantworten

Drogenbande von der Mühle muss sich vor Gericht verantworten

Von: -jül-
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Acht Tatverdächtige mussten in Untersuchungshaft. Drei von ihnen hatten Verbindungen zu der Rockerbande Bandidos. Symbolfoto: dpa

Stolberg. Am 7. April hatte die von Kripo und Staatsanwaltschaft eigens gebildete Ermittlungsgruppe „Crossfire“ zugeschlagen. 18 Immobilien vor allem in Stolberg, aber auch in Aachen, Eschweiler sowie im Raum Bonn/Euskirchen sind durchsucht worden. Mehrere Kilogramm Drogen wurden sichergestellt.

Acht Tatverdächtige, drei davon mit engen Verbindungen zur Rockerbande Bandidos, wanderten in Untersuchungshaft. Seit Monaten hatte das „Crossfire“-Team bereits auf der Lauer gelegen – vor allem auf der Mühle.

Jetzt nehmen sich gleich zwei große Strafkammern des Aachener Landgerichtes der Sache an. Für Mittwoch, 3. Januar, hat die 8. große Strafkammer (Az.: 66 KLs 18/17) den ersten von bislang 25 terminierten Verhandlungstagen gegen acht Angeklagte angesetzt.

Den fünf Männern aus Stolberg, einem aus Eschweiler und zwei Frauen aus Aachen wird bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen bzw. Beihilfe dazu zur Last gelegt. Konkret bezieht sich die Anklage dabei unter anderem auf 14 Fälle zwischen Oktober 2016 und der Festnahme Anfang April, bei denen jeweils ein Kilogramm Marihuana auf der Mühle an weitere Kleindealer veräußert worden sein sollen.

Zudem wird den Beschuldigten vorgeworfenen in Stolberg und an anderen Orten diverse Male geringere Mengen an Kokain, in der Summe immerhin auch mehr als 600 Gramm, an den Abnehmer gebracht zu haben. Zudem soll in weiteren Fällen Amphetamin verhökert worden sein.

Dabei sollen die acht Angeklagten lediglich die Mittler für die lokalen Kleindealer und Abnehmer gewesen sein. Aber die Spuren führten die Ermittler zu einem Cousin eines der Hauptangeklagten.

Der Mann mit Wohnsitz in der Gemeinde Alfter, die zwischen Bonn und Euskirchen gelegen ist, soll die Deals nicht nur vorfinanziert haben, sondern er soll auch die Drogen für den Verkauf beschafft haben.

Den Vorwurf des unerlaubten Handels mit Betäubungsmittel in nicht geringen Mengen gegen Issa I. arbeitet die 6. große Strafkammer (Az.: 66 KLs 18/17) ebenfalls ab Mittwoch, 3. Januar, auf. Die Kammer hat dazu fünf Verhandlungstage angesetzt.

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