Dritte Auflage der „Breeniger Flüstersitzung“

Von: Dirk Müller
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Die Köbesse Pastor Ulrich Lüring, André Hennecken und Günter Blaszczyk (v.l.) moderieren die dritte Breeniger Flüstersitzung und unterhalten das Publikum mit anspruchsvollen Späßen. Foto: D. Müller

Stolberg-Breinig. Nicht „wer flüstert, der lügt“, sondern „wer flüstert, der hört gut zu“, hätte das Motto der dritten Breeniger Flüstersitzung sein können. Mit rund 120 Gästen war das Pfarrheim „Goldener Stern“ erneut zum Bersten gefüllt, und das Publikum lauschte aufmerksam den vielen Wortbeiträgen auf hohem Niveau.

Schon die drei Köbesse André Hennecken, Günter Blaszczyk und Pastor Ulrich Lühring, die mit „Regisseur“ Josef Oebel die Sitzung organisiert hatten, glänzten mit kabarettistischen Scherzen, in denen sie das Zeitgeschehen unter die humoristische Lupe nahmen. Mal diente ihnen der Lokalteil unserer Zeitung als Quelle, mal berichteten sie von Peer Steinbrücks fiktivem Aufenthalt in Breinig.

Fernab von jeglichem Comedy-Klamauk pflegten sie die leisen Töne, die allerdings oft laute Lacher zur Folge hatten. Bei Grünkohl, Frikadellen und Kölsch – „eine ganz optimale Kombination“, wie André Hennecken feststellte – genossen die Gäste das besondere Flair der Sitzung und des Pfarrheims mit seiner kleinen Bühne mitten im Saal und Wohnzimmeratmosphäre.

Aus der Bütt erzählte Birgit Hennecken zum Beispiel von ihrer erfolgreichen Organtransplantation: „Der Haken an der Sache war aber, dass die Spenderleber von Win Braun stammte.“ Dieser lachte übrigens selbst herzlich über den Scherz, den er bis zur Theke hören konnte.

Mit „Et Hühldöppe“ (Werner Heck) und „Der Lange“ (Alfred Wings) brachte das Festkomitee zur Erheiterung des Publikums weitere Spitzenredner in die Bütt. Die „Hydranten Musikanten“ erfreuten die Jecken mit einer ansprechenden Mischung aus Humor und Karnevalsliedern, und tänzerisch begeisterten Kindermariechen Tereza Mommertz und die KG Mölle mit ihrer Marie Christina Wittland und der Jugendshowtanzgruppe „Dream Dancers“.

Den speziellen Reiz der Breeniger Flüstersitzung machte erneut das rasche Umschalten des Publikums aus: Für den Übergang vom konzentrierten Zuhören zum ausgelassenen Feiern benötigte es immer wieder nur Sekunden. Und natürlich die passenden Programmpunkte, die das Festkomitee aufgestellt hatte.

Formation mit Kultstatus

Musikalisch brachten das Trommler- und Pfeiferkorps vom Breinigerberg, „De Karamba-Männcher“ und der „Lennet Kann“ (Markus Quadflieg) mit seinen großartigen „Lennet-Girls“ Karnevalsstimmung vom Feinsten in den „Goldenen Stern“.

Außerdem wurde das Gebäude in seinen Grundfesten erschüttert, als eine einmalige Formation, die jetzt schon Kultstatus im Kupferstädter Karneval genießt, den Saal eroberte: Samt seinem 14-köpfigen Hofstaat stürmte das Lindenstraßen-Dreigestirn die Flüstersitzung, und Prinz Ecki I. (Braun), Jungfrau Rafaela (Peters) und Bauer Ossi (Vurgun) heizten dem Publikum gehörig ein.

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