Dringend Mietobjekte für Asylbewerber gesucht

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Im Oktober 2012 kamen Flüchtlinge nach Stolberg, die für mehrere Tage in einer Übergangsunterkunft untergebracht werden mussten. Damit so etwas nicht wieder passiert, sucht die Stadt nun nach geeigneten Mietobjekten. Foto: Jürgen Lange

Stolberg. Die Anzahl der Asylsuchenden ist bundesweit stark gestiegen. Und dieser Trend ist auch in Stolberg spürbar. Im Juli 2012 lebten in Stolberg 157 Personen, deren Lebensunterhalt auf der Grundlage des Asylbewerberleistungsgesetzes durch die Stadt Stolberg sichergestellt wurde.

Im Juli 2014 werden insgesamt 284 Personen betreut. Es ist somit ein Anstieg von rund 80 Prozent in den vergangenen zwei Jahren zu verzeichnen.

In den nächsten Tagen werden neun weitere Personen erwartet, eine achtköpfige Familie und eine Einzelperson. Und in Stolberg mangelt es an Unterkünften. Aus diesem Grund werden dringend Mietobjekte gesucht.

Ein friedliches Leben

Damit kommt die Stadt Stolberg ihrer humanitären Verpflichtung zum Schutz der Flüchtlinge nach und bietet den Asylbewerbern eine Perspektive für ein friedliches Leben und einen Aufenthalt ohne Vertreibungsdruck. Neben der finanziellen Versorgung erfolgt auch eine Betreuung der Menschen.

Hilfeleistungen zur Bewältigung der neuen Lebenssituation gehören ebenso dazu wie die Beratung und Unterstützung bei Problemsituationen im alltäglichen Bereich. Der größte Zuzug an Flüchtlingen in Stolberg erfolgt derzeit aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Syrien, dem Irak und aus afrikanischen Ländern.

Nach Zuweisung durch die Bezirksregierung erfolgt die Unterbringung zunächst in Übergangs-unterkünften. Angesichts der Tatsache, dass der Stadt Stolberg immer mehr Flüchtlinge zugewiesen werden, steigt auch der Bedarf an Unterkünften nun wieder an.

Das städtische Übergangswohnheim stößt an seine Grenzen der Aufnahmekapazität. Es herrscht deshalb eine gespannte Lage im Sozialamt der Stadt. Die Anzahl der Unterkünfte wurde in der Vergangenheit dem jeweiligen aktuellen Bedarf angepasst, Objekte aufgegeben und so erhebliche Einspareffekte erzielt.

Durch die prekäre Situation in den Krisengebieten ist jedoch nun die Notwendigkeit der Unterbringung zugewiesener Menschen erneut in den Fokus geraten. Aufgrund des Abbaus von Kapazitäten in den vergangenen Jahren müssen jetzt kurzfristig neue Plätze geschaffen werden. Die Stadt Stolberg ist deswegen im gesamten Stadtgebiet auf der Suche nach geeigneten Mietobjekten, um die zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen.

77 Flüchtlinge, davon 15 Familien mit 33 Kindern und 14 Einzelpersonen, leben zurzeit in städtischen Übergangseinrichtungen. Damit die Stadt ihrer Aufnahmeverpflichtung nachkommen konnte, wurden hiervon bereits 27 Personen in der städtischen Obdachlosenunterkunft Kelmesberg untergebracht. Dies stellt jedoch nur eine Übergangslösung dar, weil es dem im Jahr 2013 beschlossenen Konzept widerspricht, wonach die Obdachlosenunterkünfte dezentralisiert werden sollen.

Die Planung, die Unterkunft auf dem Kelmesberg von acht auf vier Häuser zu reduzieren, besteht weiterhin, kann jedoch erst umgesetzt werden, wenn entsprechende Alternativobjekte zur Unterbringung der Flüchtlinge zur Verfügung stehen.

Die Stadt Stolberg setzt daher nun alle Hebel in Bewegung, geeignete neue Unterkünfte bereit zu stellen, damit der Rückbau der Obdachlosenunterkünfte Kelmesberg planmäßig erfolgen kann.

Eigentümer, die ihre Wohnobjekte der Stadt zur Anmietung zur Verfügung stellen möchten, können sich gerne mit Katharina Oebel telefonisch unter Telefon 02402/13267 oder per E-Mail unter katharina.oebel@stolberg.de in Verbindung setzen.

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