Dreigestirn trägt Straßenkarneval in den Saal

Von: Dirk Müller
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Mit prächtigem Hofstaat und tollem Lied sorgen Prinz Ecki I., Jungfrau Rafaela und Bauer Ossi für grandiose Stimmung. Foto: D. Müller

Stolberg-Münsterbusch. Bejubelt wurde das Lindenstraßen-Dreigestirn bereits, bevor es den Saal betrat, denn eine an die Wand projizierte Diashow heizte die Menge im Münsterbuscher Jugendheim vorab an. Als Eckhard Braun, Ralf Peters und Osman Vurgun dann zur Livemusik des Jugend-Fanfarenkorps‘ Kaafsäck einzogen, gab es kein Halten mehr: Hunderte Karnevalsfreunde feierten das einzigartige Dreigestirn, dem es in seiner einzigen Saalveranstaltung gelang, den Straßenkarneval in den Mauern des Jugendheims aufleben zu lassen.

Durch den beeindruckenden Einmarsch des illustren 14-köpfigen Hofstaats in tollen Kostümen hielt die grandiose Stimmung an, und die außergewöhnliche Inthronisierung des Dreigestirns erfolgte unter lauten Beifallstürmen. Die Insignien der närrischen Macht händigten die Frauen des Trios in einer emotionalen Zeremonie aus; Iris Braun proklamierte Prinz Ecki I., Anett Peters überreichte Rafaela I. den Spiegel, und Gaby Vurgun rief Bauer Ossi I. aus. Den Dreigestirn-Damen assistierten dabei Moderator Swen Heinrichs und der Ehrenpräsident des Stolberger Karnevalskomitees, Hans Josef Wellmann.

Nach kurzweiligen Reden präsentierten die „Drei von der Lindenstraße“ ihr mitreißendes Lied, das an den Hit „Hey, wir woll’n die Eisbären sehn“ angelehnt ist – ein weiterer Höhepunkt des Abends im wie selten gefüllten Jugendheim. Das keinem Verein angehörende Dreigestirn der Lindenstraße erfreute sich bei der Proklamationsparty breiter Unterstützung traditioneller Stolberger Karnevalsgesellschaften: Die KG Büs­bach wie die KG Echte Frönde bereicherten das abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Bühnenprogramm mit gekonnten Auftritten ihrer Mariechen und Tanzgruppen ebenso wie die KG Mönsterböscher Jonge, die bei ihrem Einmarsch eine besondere Überraschung mitbrachte. Mit einer Abordnung der Ersten Großen KG übte der in Münsterbusch lebende designierte Stolberger Prinz Daniel I. (Heinrichs) den Schulterschluss mit dem Straßenkarnevals-Dreigestirn, feierte fröhlich mit und lud Prinz Ecki I., Jungfrau Rafaela und Bauer Ossi im Namen der Ersten Großen zu seiner eigenen Proklamation im Januar ein.

Dass die Traditionalisten die Initiative der „Spaßkarnevalisten“ aus der Lindenstraße schätzen, zeigte sich auch bei einer anderen Überraschung: Die KG Mölle, die Kupferstädter Kameraden und die KG Teuflische Jecke hatten ebenfalls ihre Mariechen dabei, so dass sieben Komiteemariechen gemeinsam zu Ehren des Dreigestirns tanzten. Um ein annähernd attraktives Bild wie dieses und den Showtanz der „Community Dancer“ abzugeben, hatte die Männergruppe der kfd Münsterbusch sich für eine effektvolle Show entschieden und glänzte mit ihrer Choreographie im Schwarzlicht.

Für humorvolle Unterhaltung sorgten Sabine Crombach, die in der Rolle von Cindy aus Marzahn die Lacher auf ihrer Seite hatte, und Hans Josef Küpper, der alleine ein witziges Gardetanzpaar auf die Bühne brachte.

Musikalisch setzten „De Karam­ba Männcher“ sowie „Stabelsjeck“ aus Eschweiler stimmungsvolle Akzente bei dem absolut gelungenen karnevalistischen Großereignis, dessen Programm nach rund sechs Stunden mit einer Zugabe des Dreigestirn-Lieds endete – wobei die ausgelassene Party in Münsterbusch allerdings noch lange andauerte.

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