Stolberg - Drei Sätze später heißt die neue Aufgabe Oberliga

Drei Sätze später heißt die neue Aufgabe Oberliga

Von: Jan Schlegelmilch
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In Stolberg ungeschlagen: Die Volleyballer der STG haben mit dem 3:0-Heimsieg gegen Fischenich im letzten Saisonspiel den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht.

Stolberg. Es war noch einmal ein letztes, hartes Stück Arbeit, doch nach drei Sätzen war es dann endlich klar: Die Volleyballer der Stolberger Turngemeinde (STG) haben im letzten Heimspiel der Saison die Meisterschaft in der Verbandsliga und damit den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht.

„Es ist vollbracht”, sagt Spielertrainer Andreas Grouls schmunzelnd, so, als würde die Last und der Druck der ganzen Saison von ihm abfallen. Seine Mannschaft hatte es bis zum letzten Spieltag spannend gemacht und schließlich das entscheidende Spiel gegen den TVA Fischenich II mit 3:0 gewonnen. Die Nerven der rund 100 Zuschauer in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen, die im Anschluss an das Spiel zusammen mit der Mannschaft ausgelassen den Aufstieg feierten, hatte die STG auch während der letzten drei Sätze der Saison nicht unbedingt geschont.

Nach einem furiosen Beginn - die STG führte im ersten Satz mit acht Punkten - ließ die Mannschaft Fischenich wieder ins Spiel kommen und musste sogar mehrere Satzbälle des Gegners abwehren. „Im zweiten Satz hatten wir dann einen Spannungsverlust und lagen schnell mit 0:7 hinten”, erzählt Grouls den Spielverlauf weiter. „Doch wir haben es geschafft, uns aus dem kleinen Loch zu spielen und die Sätze dann deutlich gewonnen.”

Als der entscheidende Punkt gemacht wurde, gab es kein Halten mehr, die Spieler lagen sich jubelnd in den Armen, die T-Shirts mit dem Aufdruck „Aufstieg” waren sofort übergestreift. Die STG war ihrer Favoritenrolle gerecht geworden, die sie sich vor der Saison selbst zugewiesen hatte. Der Sieg im letzten Spiel war umso wichtiger, da der direkte Konkurrent aus Neuss, gegen den die Stolberger in der Vorwoche 0:3 verloren hatten, sein Spiel ebenfalls gewann.

„Das war ein reines Kopfspiel, die Zuschauer haben uns wirklich super unterstützt”, weiß Andreas Grouls, wer einen großen Anteil am Erfolg hat. Denn in der heimischen Halle hat die STG alle Spiele gewonnen. Dennoch waren Druck und Anspannung vor dem Spiel enorm, wie Grouls verrät: „Ich war den ganzen Tag sehr nervös, aber ich habe mich vor dem Spiel gut vorbereitet und dann auch angefangen”, erzählt der Spielertrainer. „Das hat mir und der Mannschaft sehr viel Sicherheit gegeben”, sagt Grouls, dessen Erfahrung dem Team geholfen hat, ins Spiel zu finden - wie auch schon in den Begegnungen zuvor: „Ich habe in der gesamten Rückrunde immer angefangen, und das hat sich letztlich bezahlt gemacht, weil es der Mannschaft großen Rückhalt gegeben hat.”

Viel Wert war darüber hinaus der gute Zusammenhalt der Mannschaft, die während der Saison immer wieder mit Rückschlägen umgehen musste. Das Lazarett der Stolberger war zeitweise voller als der Kader, die komplette Mannschaft hatte Grouls nie zur Verfügung. „Wir haben in der Saison vier Niederlagen kassiert, und das sicher nicht zu Unrecht. Aber es ist schon unglaublich, wenn man bedenkt, wie die komplette Mannschaft vom Verletzungspech verfolgt war. Und einem Team, das das wegsteckt, traue ich in der Oberliga noch eine ganze Ecke mehr zu”, freut sich Grouls wie seine „Jungs” auf die neue Herausforderung.

Wer zur Vorbereitung auf die neue Saison im Sommer mit dabei ist, kann Grouls noch nicht sagen. Abgänge und Zugänge stehen derzeit keine fest, allein der Verbleib von Marco Schwarzbach ist sehr unwahrscheinlich. Das junge Ausnahmetalent soll in eine höhere Liga wechseln, um seine Entwicklung nicht zu gefährden. „Wenn er bleiben würde: Klar, für die Mannschaft wäre das super”, sagt Grouls. „Aber wenn Marco bleibt, kann er die Karriere in der Nationalmannschaft abhaken. Deswegen unterstützen wir ihn dabei, einen guten Verein zu finden”, sagt Grouls.

Für die Spieler der STG ist die Hallensaison jetzt beendet, bei schönem Wetter wird demnächst erst einmal beim Beachvolleyball auf Sand trainiert. „Wir gucken jetzt, wer dazukommt und wer geht, und dann wollen wir im Sommer eine gute Vorbereitung machen”, nennt Andreas Grouls den Zeitplan für die nächsten Monate. Erst dann will sich der Trainer auch zu Saisonzielen äußern. Noch aber dürfen die Aufstiegshelden auf ihr gerade erreichtes Ziel schauen: Die Volleyballer der STG sind wieder dort, wo sie hingehören.
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