Drei neue „Gebrauchte“ für die Stolberger Feuerwehr

Von: Dirk Müller
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Die drei „neuen“ Einsatzfahrzeuge werden von den Feuerwehrleuten interessiert in Augeschein genommen. Sie erleichtern die Fahrt zum Brandort. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Anschaffung von drei Gebrauchtfahrzeugen im Wert von mehr als 210.000 Euro mag zunächst nicht unbedingt nach einem günstigen Einkauf klingen, ist es aber, wie Toni Sturz versichert: „Die Löschfahrzeuge sind in gutem Zustand, und die Stolberger Feuerwehr ist damit definitiv besser ausgerüstet als zuvor“, erklärte der Stadtbrandinspektor.

Im Vergleich zu den drei zwangsweise ausgemusterten Fahrzeugen würden die „neuen gebrauchten“ über einige Vorteile verfügen.

„Alle drei sind mit einem eigenen Wassertank ausgestattet. Für die Atemschutzgeräte gibt eine Halterung in den Personenkabinen, so dass die Feuerwehrleute die Geräte schon während der Fahrt anlegen können“, nannte Sturz Beispiele dafür, dass im Einsatz schneller mit der Brandbekämpfung begonnen werden kann.

„Außerdem bieten die Fahrzeuge mehr Platz für technisches Gerät wie Stromgeneratoren.“ In solches Gerät würden die verbliebenen knapp 40.000 Euro aus dem Etat angelegt. Zwei der gebrauchten Neuanschaffungen übergaben Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Fachbereichsleiter Walter Wahlen jetzt den Löschgruppen Donnerberg und Münsterbusch.

Gut investiert

„Diese Geld ist sehr gut investiert, denn es dient der Sicherheit der Bürger unserer Stadt“, sagte Gatzweiler und hob den hohen gesellschaftlichen Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements der vielen Freiwilligen Feuerwehrleute der Kupferstadt hervor. Ihnen wie den hauptamtlichen Feuerwehrleuten wünschte er, „dass Sie immer gesund von Ihren Einsätzen zurückkehren“.

Dazu trügen die drei Neuanschaffungen übrigens auch bei, denn im Gegensatz zu den „alten gebrauchten“ seien die „neuen“ Löschfahrzeuge mit Antiblockiersystem (ABS) und Anschnallgurten versehen, was die Sicherheit der Passagiere erhöhe, beschrieb Sturz.

Die zwei bereits vorhandenen „Neuen“ wurden auf Idee des Bürgermeisters mit ohrenbetäubendem dreifachen „Tatütata“ offiziell an die Wehr übergeben. Das dritte Fahrzeug für die Venwegener Löschgruppe wird in der Dezembermitte erwartet.

Letztere Neuanschaffung ist dabei auf dem besten Wege zum Oldtimer, da sie schon 20 Jahre alt ist. „Aber immer noch gut in Schuss“, meinte Sturz und verwies auf die geringe Laufleistung von nur 15.000 Kilometern. Dennoch mahnte der Stadtbrandinspektor, dass die „neuen gebrauchten“ 10, 12 und 20 Jahre alt seien, und folglich auch wieder früher ersetzt werden müssten.

„Ohnehin ist es nur eine Momentaufnahme, dass wir jetzt gut aufgestellt sind, solange kein weiteres Fahrzeug ausfällt. In den kommenden Jahren müssen sukzessive Altfahrzeuge ersetzt werden, da sie nicht mehr funktionstüchtig sind oder nicht über den TÜV kommen“, führte Sturz aus. Bei manchem Feuerwehr-Oldtimer im Stadtgebiet würden die künftig nötigen Instandhaltungskosten den Wert des Fahrzeuges bei weitem übersteigen.

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