DORV: Ein „Ja“ für den Laden?

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Arndt Kohn, Karl Lüttecke, Jochen Emonds, Günter Flamm und Hans Graff (v. l.) vor dem Ladenlokal, in dem das Vichter Dorfzentrum entstehen soll. Foto: D. Müller

Stolberg-Vicht. Die Ergebnisse der Bedarfsanalyse wurden am vergangenen Freitag der Arbeitsgruppe „Vichter Dorfzentrum“ von der Entwicklungsgesellschaft DORV vorgestellt. Ziel der Bedarfsanalyse war es innerhalb einer Bürgerbefragung auszuloten, ob es möglich ist, einen Dorfladen in Vicht zu betreiben.

„Unser Ziel ist es einen Dorfladen einzurichten, der nicht nur die innerörtliche Versorgung mit Lebensmitteln sichert, sondern auch weitere Dienstleistungen bietet, die in diesem Zentrum zusammengefasst werden sollen. Wir haben daher die Vichter Bürger befragt, was sie in einem solchen Geschäft kaufen wollen und haben interessante Ergebnisse erhalten“, weiß Jochen Emonds von der Arbeitsgruppe Dorfzentrum zu berichten.

Unterstützt wird die Arbeitsgruppe vom DORV-Zentrum Jülich-Barmen, das sowohl die Bedarfsanalyse, als auch die im April vorgestellte Basisanalyse extern erstellt und ausgewertet hat. Des Weiteren unterstützen die Stadt Stolberg, die LAG Eifel und der Generali Zukunftsfond das Projekt.

„Nachdem im Vorfeld durch die Basisanalyse festgestellt worden ist, dass sich das Projekt „Vichter Dorfladen“ wirtschaftlich rechnet und darstellen lässt, sofern das Projekt keinen nachhaltigen Gewinn abwerfen muss und sich selbst trägt (Personalkosten/Miete/Nebenkosten), wurden nun alle Mitbürger Vichts mittels einer Fragebogenaktion am Aufbau des Dorfladen-Projektes beteiligt“, weist Karl Lüttecke, Vorsitzender der IG Schönes Vicht, auf den für Vicht einmaligen Charakter dieser Befragung hin.

Verwertbare Exemplare

„Insgesamt wurden in den Monaten Juni und Juli 790 Fragebögen verteilt, wovon 264 ausgefüllte und verwertbare Exemplare in die Auswertung eingehen konnten. Somit wurde ein Drittel der Vichter Haushalte in dieser repräsentativen Befragung erreicht, deren Votum der Arbeitsgruppe nun dazu verhilft, das Projekt weiterzuentwickeln“, so Arndt Kohn von der Arbeitsgruppe.

Als Ergebnis ist festzustellen, dass sich der Großteil der befragten Haushalte (95 Prozent) eine verbesserte Einkaufssituation in Vicht wünschen, wobei etwa 80 Prozent die Einkaufsmöglichkeiten in Vicht als „schlecht“ beschreiben.

95 Prozent der Befragten würden ihre Einkaufsgewohnheiten ändern und Produkte des täglichen Bedarfes in Vicht kaufen. Im Fragebogen wurde sowohl nach den Produkten und Dienstleistungen gefragt, als auch nach den Einkaufsgewohnheiten der Vichter Bürger, die im Umkreis von wenigen Kilometern ein reichhaltiges Angebot in den Discountern und Supermärkten finden.

Viele Vichter wünschen sich Produkte, die so bei den anderen Anbietern nicht zu bekommen sind. Regional produzierte Produkte (Fleisch und Wurstwaren, Backwaren und Obst und Gemüse sowie Molkereiprodukte) mit hoher Qualität sind mit etwa 80 Prozent gewünscht, wobei die Frische und der Preis eine ebenso wichtige Rolle spielen.

Baby- und Tiernahrung, sowie Tiefkühlkost und Fertiggerichte wurden bei den Befragten interessanterweise als „weniger wichtig“ eingestuft. Bei den Dienstleistungen würden etwa 90 Prozent der befragten Haushalte den Post- und Paketdienst in Anspruch nehmen. Reinigungsannahme und Lotto/Toto wurden ebenfalls als wichtig eingestuft.

Die potenziellen Kunden würden den Vichter Dorfladen gerne als Informationspunkt und als Treffpunkt im angeschlossenen Café/Bistro nutzen. „Dies unterstreicht die soziale Komponente eines solchen Projektes. Es soll der Charakter eines Dorfmittelpunktes einnehmen, in dem der multifunktionale Charakter im Vordergrund steht“, gibt Günter Scheepers, Mitglied der Arbeitsgruppe, zu bedenken.

Obwohl das Projekt gerade erst auf dem Papier und in den Köpfen der Vichter Bürger wächst, gibt es schon Bekundungen von etwa 30 Haushalten, sich aktiv am Aufbau des Projektes zu beteiligen und sich aktiv einzubringen. Wie und in welchem Zeitraum nun das Projekt umgesetzt werden soll, wird sich in den nächsten Monaten zeigen, wenn es darum geht, die gewonnenen Erkenntnisse in einen Wirtschaftsplan einfließen zu lassen.

Dieser Plan wird in den nächsten Monaten von der Arbeitsgruppe erarbeitet, um ihn dann im Anschluss den Vichter Bürgern auf einer weiteren Bürgerversammlung vorzustellen. Informationen zum Projekt erhalten Interessierte fortlaufend auf der Internetseite www.schoenes-vicht.de. Weitere Unterstützer werden gesucht. Die Arbeitsgruppe ist unter vichter-dorfladen@web.de erreichbar.

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