Dorfinnenentwicklungskonzepts: Zukunft von Werth gemeinsam planen

Von: Dirk Müller
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Konzentriert, kreativ und engagiert arbeiten die Werther in Gruppen an der Zukunft ihres Stadtteils. Nach den Sommerferien erfolgen erste konkrete Vorschläge in einer Projektwerkstatt. Foto: D. Müller

Stolberg-Werth. Eine starke Dorfgemeinschaft haben die Planer und die Werther selbst dem Stadtteil bescheinigt und zugleich eindrucksvoll demonstriert: Gut 50 Bürger nahmen an der ersten Veranstaltung teil, die den Startschuss für das Dorfinnenentwicklungskonzept gab.

Bevor die Anwesenden sich aktiv in die mögliche Zukunft Werths einbrachten, begrüßte Paul Kirch, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt, die Bürger. Und der Technische Beigeordnete, Tobias Röhm, erläuterte: „Maßnahmen, die aus dem Dorfinnenentwicklungskonzept resultieren, werden ein Stück weit förderfähig sein.“

Gerne einbringen

Den Auftakt für das Konzept bildete die Zukunftswerkstatt in der Alten Schule Werth, und Stadtplaner Uli Wildschütz vom Planungsbüro „Raumplan“ umriss den weiteren zeitlichen Rahmen: „Auf Basis der heute gesammelten Ideen und Wünsche werden wir Ihnen nach den Sommerferien erste konkrete Vorschläge machen. Das geschieht im Rahmen einer Projektwerkstatt, in die Sie sich wieder gerne einbringen können. Bis Ende des Jahres sollte dann das Dorfinnenentwicklungskonzept für Werth stehen“, richtete der Planer das Wort an die Werther.

Radwege fehlen

Dann hieß es „Feuer frei“ – zunächst für eine Bestandsaufnahme. Der Zustand der Alten Schule sei sehr schlecht, Fußgänger seien auf dem Weg zu Nachbardörfern „quasi ständig in Lebensgefahr“ und eine Nutzung der Feldwege unzumutbar. Radwege seien nicht vorhanden oder in miserablem Zustand, in Werth herrsche Parkplatznot. Nahversorgung, Gastronomie, eine Kindertagesstätte und medizinische Versorgung würden fehlen, für Verkehrsteilnehmer gebe es zu viele schwierig einsehbare Ecken, meinten die Werther.

Ein Bürger wies zudem auf die Gesundheitsgefährdung durch von den Windrädern auf der Werther Heide verursachten Lärm und Infraschall hin und forderte die „Abschaltung der Windräder zwischen 22 und 6 Uhr“.

In drei Gruppen entwickelten die Bürger dann mögliche Lösungsansätze für die Probleme in Werth und kamen zu vielen übereinstimmenden Ansätzen. Der deutlichste gemeinsame Nenner war dabei die Alte Schule, die nicht nur saniert und renoviert, sondern – wenn es nach den Werthern geht – zu einem generationsübergreifenden Begegnungszentrum ausgebaut werden soll. Jugendtreff, Bistro, Bürgerhaus, Basketball-Korb, Mitfahrerbank, Packstation – so stellen die Werther sich ihre Alte Schule in Zukunft vor.

Ein Dorfladen mit Café war von vielen Bürgern ebenso erwünscht wie ein Wegenetz „Rund um Werth“ für Fußgänger und Radfahrer. Das Aufstellen von Verkehrsspiegeln an neuralgischen Punkten und eine bauliche Aufwertung der Plätze im Ort, die das Einhalten des maximalen Tempos von 30 Kilometer pro Stunde begünstigen würde, könnten die Verkehrssicherheit in Werth erhöhen.

„Keine neuen Windräder“

Spiel- und Bolzplatz sollten aufgewertet werden, und einige Werther wollen keine neuen zusätzlichen Windräder in ihrer Nähe. Knapp drei Stunden verbrachten Bürger, Planer und Vertreter von Stadtverwaltung und Politik bei der Zukunftswerkstatt, und am Ende kristallisierte sich auch heraus, dass die Werther auch unabhängig vom Vereinsleben ihre Dorfgemeinschaft pflegen und noch intensivieren wollen. So wünschen sie sich neben der Alten Schule und aufgewerteten Plätzen weitere Treffpunkte im Ort. Bänke, Trimm-Dich-Pfad, Grill- und Minigolf-Platz standen auf der Wunschliste.

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