„Doppelschlag“: Tanz und Theater reißen das Festival-Publikum mit

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Voller Energie begeistern die jungen Damen der „Moving Flashlights“ die Zuschauer des 38. Stolberger Schüler-Theater-Festivals mit Können und toller Choreografie. Die ZUschauer sparten nicht mit Applaus. Foto: D. Müller
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Bei der großartigen Inszenierung der Waldschule trifft „Alice im Wunderland“ auf einige illustre Gestalten. Foto: D.Müller

Stolberg. Dieser „Doppelschlag“ hatte es wahrlich in sich: Im Rahmen des 28. Stolberger Schüler-Theater-Festivals begeisterten gleich zwei Gruppen an einem Abend das Publikum.

Im gut gefüllten Kulturzentrum Frankental rissen zunächst die „Moving Flashlights“ der Büsbacher Tanzschule „Not just Dancing“ die Zuschauer mit, bevor die Waldschule Eschweiler mit „Alice im Wunderland“ eine äußerst sehenswerte Inszenierung auf die Bühne brachte. Die energiegeladene Tanzshow von sieben jungen Damen der „Moving Flashlights“ wurde zurecht mit tosendem Applaus belohnt.

Die Gruppe glänzte mit flotter und ansprechender Choreografie ebenso wie mit tänzerischem Können, und auch die Musikauswahl der „Moving Flashlights“ traf bestens den Geschmack des überwiegend jungen Publikums im Kulturzentrum. Immer wieder begleiteten die Zuschauer die Tanzperformance mit rhythmischem Klatschen und spendete am Ende des rundum gelungenen Auftritts reichlich Beifall.

Als „besonderes Bonbon“ getreu dem Motto „Not just Dancing“ wurde zwischenzeitlich eine der Tänzerinnen zur Sängerin und intonierte mit großartiger Stimme einen Song live, was für Gänsehaut im Publikum sorgte. Nach der Formation aus den Reihen der Büsbacher Tanzschule übernahmen Schauspieler des 12. Jahrgangs der Waldschule Eschweiler die Bühne und entführten die Zuschauer mit der Protagonistin „Alice“ ins Wunderland. Und zwar in einer aufwendigen und bemerkenswerten Inszenierung.

Bühnenbild, Kostüme, Soundeinspielungen, professionelle Ausleuchtung und eine kunstvolle Videosequenz korrespondierten dabei mit den starken darstellerischen Leistungen der Schüler. Das 1865 erstmals erschienene Kinderbuch von Lewis Carroll gilt bis heute als ein herausragendes Werk im Genre des literarischen Nonsens‘, und die Waldschüler setzten „Alice im Wunderland“ in einer zeitgemäßen Adaption fantastisch um, unterhielten mit viel Humor, aber auch dramatischen Elementen.

Zeitloses Meisterwerk

Im Wunderland ging es turbulent zu, woran illustre Gestalten großen Anteil hatten. Angefangen beim „Herrn Kaninchen“, der immer in Eile ist und eigentlich gar keine Zeit hat. „Alice“ trifft unter anderem auf die „Grinsekatze“, lernt eine Shisha-paffende Raupe kennen, trinkt Tee mit einem verrückten Hutmacher und dem „Märzhasen“.

Durchaus kritisch ist die Begegnung mit der Herzkönigin, dem Herzkönig und ihrer Armee aus lebendigen Spielkarten, denn die tyrannische Herrscherin will partout jemanden köpfen lassen... Mit „Alice im Wunderland“ haben die Waldschüler sich ein zeitloses Meisterwerk vorgenommen, und die Inszenierung wurde dem Stellenwert der literarischen Vorlage absolut gerecht.

Die Schauspieler auf der Bühne sowie die Beteiligten hinter den Kulissen präsentierten ein hoch beeindruckendes Stück, das dem Stolberger Schüler-Theater-Festival alle Ehre machte. Die nächste Episode des Festivals präsentiert die Grundschule Breinig, die am Donnerstag, 6. Juli, um 9 Uhr in das „Labyrinth der Welten“ einlädt.

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