Stolberg-Zweifall - Doppelausstellung: Kloster blickt auf seine eigene Geschichte

Doppelausstellung: Kloster blickt auf seine eigene Geschichte

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Freuen sich auf viele Besucher bei der neuen Doppelausstellung: Schwester Katharina (v.r.), Schwester Maria Regina, Pater Laurentius Englisch und Theo Wergen. Foto: D. Müller

Stolberg-Zweifall. Die Geschichte des Karmels „Maria Königin” in Zweifall beginnt genau genommen lange vor der Grundsteinlegung des Klosters. 1941 wurde die Schwesternschaft des Dürener Karmels vom Nazi-Regime enteignet und vertrieben, so dass die Karmelitinnen buchstäblich auf der Straße standen. Priorin Mutter Angela fand mit den Schwestern Unterkunft in der Kupferstadt.

Im Jahre 1954 erwarb Maria Kerschgens dann das Grundstück auf der Anhöhe in Zweifall mit dem Wunsch, dort ein Kloster zu errichten, und schenkte es den Schwestern.

Die am Sonntag eröffnete Ausstellung „Der Karmel - Zweifall gestern und heute” dokumentiert eindrucksvoll die Geschichte des Klosters. Beginnend mit der Grundsteinlegung im Oktober 1954 sind wichtige Stationen in der Historie des Karmels in Wort und Bild festgehalten und zu sehen.

Anhand von Fotos, Dokumenten und Zeitungsberichten werden Vergangenheit und Gegenwart des beschaulichen Klosters lebendig.

Auf den vielen Schautafeln in der Oberkirche legen alte Fotos ihre Zeugnisse ab: Verschiedene Bauphasen sowie die Tätigkeiten der Schwestern in der Landwirtschaft und der Hostienbäckerei sind ebenso zu sehen wie Bilder des Gästehauses mit dem „Lädchen” oder eine Tafel, die sich ganz dem „treuen Wächter des Klosters”, Hund Hermann, widmet.

Zeitungsartikel und Dokumente berichten von Ereignissen wie der Grundsteinlegung durch Provinzial Odilio Jäger und der Konsekration der Karmel-Kirche im Jahre 1965 durch Diözesanbischof Johannes Pohlschneider.

Zwei Schautafeln ehren die Gründerin des Klosters, Mutter Angela, die 1981 verstarb, und den Mitbegründer Pater Ernst Steinbach, der 1969 auf dem Friedhof von „Maria Königin” in Zweifall beigesetzt wurde.

Die letzten Tafeln der Ausstellung befassen sich mit der Thematik „Kunst und Kultur im Kloster” und demonstrieren, wie es den Schwestern immer wieder gelang und gelingt, Zweifall und Stolberg kulturell zu bereichern. Sie erinnern an die vielen abwechslungsreichen und niveauvollen Konzerte geistlicher Musik und Kunstausstellungen, die die Karmelitinnen der Bevölkerung bis heute anboten.

Und dies werden sie sicher auch künftig tun, denn die Ausstellung sei nicht als ein Abschied misszuverstehen, betont Schwester Maria Regina: „Es ist vielmehr ein Lebenszeichen von uns, das die Brücke zwischen der Geschichte und der Zukunft darstellt.”

Aktuell wird die interessante Ausstellung zur Historie des Klosters von einer Kunstausstellung mit dem Titel „Land - Leben” ergänzt. Etwa 30 Werke des Zweifaller Malers Theo Wergen und ebenso viele Skizzen des Künstlers, der oft regionale Motive verarbeitet, umrahmen die geschichtlichen Schautafeln mit Kunst.

Beide Ausstellungen sind bis zum 15. September zu sehen. Zusätzlich befindet sich in der Unterkirche eine Dauerausstellung mit Werken von Pater Laurentius Englisch.

Ausstellungen bis 15. September zu sehen

Die Ausstellungen „Der Karmel - Zweifall gestern und heute. Gesammelte Fotos des Karmels Zweifall” und „Land - Leben” sind bis zum 15. September in der Oberkirche des Klosters „Maria Königin”, Klosterstraße 40, in Zweifall zu sehen.

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