Donnerbergstraße: Ausbau rückt näher

Von: Ottmar Hansen
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Die Obere Donnerbergstraße ist dringend sanierungsbedürftig. Das Projekt wird aufwendig und teuer. Die entsprechenden Planungen wurden jetzt im Fachausschuss vorgestellt. Foto: J. Lange

Stolberg. Der Ausbau der Oberen Donnerbergstraße rückt näher. Zuletzt hatte es einen Planungsworkshop gegeben, an dem auch die Anwohner beteiligt waren.

Deren Anregungen wurden in die Pläne eingearbeitet. Das Amt für Immobilienmanagement und technische Infrastruktur trug die jüngste Fassung der Pläne jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr vor. Die Ausschussmitglieder segneten den Entwurf einstimmig ab. Bald können die Bagger anrollen.

Das Projekt wird rund 1,765 Millionen Euro kosten, 1,535 für die reinen Baumaßnahmen, 230 000 Euro für die Planung. Die Anwohner werden sich nach Kommunalabgabengesetz (KAG) zwischen 50 Prozent (Fahrbahn/Kanal) und 60 Prozent (Gehweg/Parkstreifen) an den Ausgaben beteiligen müssen.

Mit hoher Priorität

Die Erneuerung der Oberen Donnerbergstraße ist Bestandteil der Prioritätenliste, die von der Stadt bezüglich der Straßensanierungen in Stolberg erstellt wurde. Beim Workshop wurden den Bürgern verschiedene Varianten der Planung vorgestellt. Vorgesehen ist demnach eine vollständige Erneuerung und Umgestaltung der Fahrbahn sowie der Nebenanlagen über die gesamte Länge der Oberen Donnerbergstraße. Den Plänen zufolge soll die Straße in Asphaltbauweise erstellt und der Bürgersteig mit Pflastersteinen belegt werden. Dabei sollen verschiedene Pflastersteine in Typ und Farbe verwendet werden. So können Zufahrten, Gehwege und Parkflächen schon auf den ersten Blick unterschieden werden.

Eigentlich sollte die Fahrbahnbreite auf 5,50 Meter reduziert werden, um Raser auszubremsen. Doch damit zeigten sich die Anwohner nicht einverstanden. Die Planer lenkten ein, und so bleibt es bei einer Fahrbahnbreite von sechs Metern. Im Fahrbahnbereich soll nun beidseitig eine 50 Zentimeter breite Betonsteinrinne eingelassen werden, die die Straße zumindest optisch enger wirken lässt.

Zu hohes Tempo soll den Pkw-Fahrern aber auch dadurch verleidet werden, dass in den Kreuzungsbereichen Malmedyer Straße und Eupener Straße/Stadtrandsiedlung die Fahrbahn „angerampt“ wird. Dies bedeutet: Es wird keine hoch aus der Straße herausragenden Drempel geben, die den Rettungsverkehr behindern könnten. Vielmehr sollen die Rampen zwei Meter lang und maximal zehn Zentimeter höher als die Fahrbahn sein. Sie sollen den Straßenraum mehr optisch unterbrechen. Die Rampen werden auch nicht aus Pflastersteinen gestaltet werden, sondern eben nur aus farbigem Asphalt. Dies hatten die Anwohner so angeregt, da sie durch Pflastersteine in der Straßenmitte eine höhere Geräuschentwicklung befürchtet hatten. Um die Sichtverhältnisse an der Einmündung Malmedyer Straße zu verbessern, soll die Hecke am Friedhof zurückgeschnitten werden.

Haltestellen werden versetzt

Im Planungsbereich befinden sich sechs Bushaltestellen. Jeweils drei in Richtung Donnerberg, drei in Richtung Altstadt/Mühlener Bahnhof. Eine Haltestelle Richtung Donnerberg (derzeit Haus Nummer 113) wird um einige Häuser (117 bis 119) versetzt. Gleiches gilt für den Haltepunkt Richtung Altstadt, der auf Wunsch der Anwohner von Haus Nummer 2 um acht Meter Richtung Höhenstraße versetzt werden soll. Sämtliche Kreuzungsbereiche und Bushaltestellen werden im Zuge des Umbaus barrierefrei gestaltet, damit auch Gehbehinderte dieses Areal problemlos nutzen können.

Bei der Bürgerversammlung sprachen sich die Anwohner mehrheitlich gegen mehr Grün entlang ihrer Straße aus. Um dennoch den Anforderungen einer Tempo-30-Zone gerecht zu werden, forderte der Verkehrsausschuss, zumindest zwei Bäume an ausgewählten Stellen zur Geschwindigkeitsdämpfung aufzustellen. Im Abschnitt zwischen Am Halsbrech und Malmedyer Straße soll Parkraum dann ebenfalls mit einer Grünfläche von der Fahrbahn abgetrennt werden.

Einen Großteil der Ausgaben wird die Erneuerung des Mischwasserkanals unter der Straße verschlingen. Nur wenige der Röhren stammen aus einer Baumaßnahme aus den 80er Jahren, für den Großteil gilt das Baujahr 1959. Entsprechend weist der Kanal gravierende Mängel wie Risse oder das Eindringen von Wurzeln auf. Dies hat eine Befahrung des Kanals mit einer Spezialkamera ergeben. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung konnten sich die Anwohner über den Zustand ihrer privaten Anschlussleitungen informieren.

Sie werden zudem von der Verwaltung angeschrieben, wenn ihre Hausleitung erneuert werden muss. Die Kosten für die Erneuerung des Hauptsammlers, die wohl ebenfalls in die Millionen gehen werden, werden über den Topf der Kanalgebühren gedeckt. Viele Informationen können die Anwohner den entsprechenden Internetveröffentlichungen der Stadt unter www.stolberg.de entnehmen. Bei speziellen Fragen helfen die Fachämter gerne weiter.

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