Donnerbergstraße: Alles wieder so, wie es jetzt ist

Von: -jül-
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Was muss ich bezahlen? Bernd Kistermann, Ulrike Beckers und Siegfried Cremer (v.r.) hatten bei der Bürgerversammlung für jeden Anlieger die voraussichtlichen Heranziehungskosten parat. Foto: J. Lange

Stolberg. Womit im Vorfeld keiner gerechnet hatte, war der große Ansturm am Informationsstand über den Zustand der Kanalleitung und der Hausanschlüsse in der Oberen Donnerbergstraße. Die kleine Planungswerkstatt im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum anstehenden Ausbau bot jedenfalls ein umfassendes Angebot zu Information wie auch zur Mitgestaltung am späteren Aussehen der Straße.

Das soll im Grunde so bleiben, wie es heute ist – nur neu, befand die Mehrheit der anwesenden Anlieger. Zuvor hatten Ricardo David Portillo Melchior und Georg Vosen vom beauftragten Ingenieurbüro Berg & Partner aus Aachen sowie Jörg Veltrup vom Tiefbauamt unterschiedliche Ausbauvarianten und Bausteine, mit denen Parkmöglichkeiten, Geschwindigkeiten und Optik beeinflusst werden können, präsentiert.

Anlieger an Kosten beteiligt

Dann wurden die Bürger „zu Tisch“ gebeten. Entsprechend der drei Ausbauabschnitte besprachen Fachleute mit den Bürgern Wünsche, Anregungen und Folgen der vorgebrachten Vorstellungen. An einem weiteren Infostand hielt die Verwaltung für jeden Anlieger die voraussichtlich für sein Grundstück entstehenden Heranziehungsbeiträge parat.

Die Beitragseinheit wird dort je nach Lage und Variante mit 8,50 bis 10 Euro beziffert. Für Fahrbahn und Straßenentwässerung werden die Anwohner mit 50 Prozent, für Parkstreifen und Gehwege mit 60 Prozent der Kosten herangezogen, die mit Baukosten in Höhe von 1,535.000 Euro sowie Planungskosten in Höhe von 230.000 Euro kalkuliert werden.

Am Ende waren sich die Anwohner weitestgehend einig. Die Fahrbahn soll zukünftig eine Breite von sechs Meter (anstelle der möglichen geschwindigkeitsreduzierenden 5,50 Meter bei breiteren Gehwegen) haben. Verzichtet werden soll möglichst auf Baumbeete (weil die Anlieger eine mangelnde Pflege befürchten), und Aufplasterungen wurden auch nicht gerne gesehen.

Während sich die Bürger aus den beiden unteren Abschnitten gegen eine Parkraumkonzept aussprachen, wurde für den oberen Abschnitt zwischen Eupener- und Höhenstraße ein solches befürwortet, um mehr Klarheit in die Parkmöglichkeiten zu bringen. Die Bürger baten die Stadt, Kontakt zu den Eigentümern der Mehrfamilienhäuser aufzunehmen, um zu prüfen, ob diese den Straßenaus zum Anlass nehmen könnten, um auf ihrem Privatgelände weitere Stellplätze zu schaffen.

Dem Wunsch einiger widersprachen andere ebenso Anwohner ebenso wie die Verwaltung: Gehwege werden nicht mehr in Asphalt ausgeführt. Das hat mehrere technische Gründe. Heutiger Asphalt, so Veltrup, müsse immer wieder nachverdichtet werden. Auf der Fahrbahn besorgen das Autos, auf dem Gehweg fehle die Belastung.

Als werde das Material spröde, rissig und anfällig für Frostaufbrüche. Immer wiederkehrende Aufbrüche durch Versorgungsträger sind ein weiterer Grund, Pflaster zu bevorzugen. Ob man nun Platten schöner empfindet als eine Schwarzdecke mag dem persönlichen Geschmack geschuldet sein, aber einen wesentlichen Vorteil für die Heranziehung zu den Anliegerkosten bietet die Materialwahl letztlich nicht.

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