Donnerberg: Verkehrsgefährdung statt blühender Landschaften

Von: Dirk Müller
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Der Pkw ist hinter dem Gestrüpp erst in letzter Sekunde zu sehen. Foto: D. Kinkel-Schlachter

Stolberg-Donnerberg. Blühende Landschaften hatte der Stadtrat auf dem kleinen Platz an Wiesen- und Albert-Schweitzer-Straße versprochen – vor rund einem Jahr, und gegen den Willen der Anwohner. Eine kleine adrette Grünanlage mit zwei Bäumen, vielen Sträuchern und zwei Bänken sollte laut Ratsbeschluss entstehen. Tatsächlich ist inzwischen aus dem ehemals unansehnlichen Fleck nun ein noch hässlicherer geworden – und gefährlich dazu.

„Hier kommt es immer wieder zu kritischen Situationen und Beinahe-Unfällen“, beschreibt die Anwohnerin Gabriele Theis, denn „seit dem Frühjahr ist nichts an der Ecke gemacht worden.“ Das bestätigt auch ihr Nachbar: „Durch den Wildwuchs ist ein regelrechter Dschungel entstanden, und das Gestrüpp ist mittlerweile so hoch gewachsen, dass es Pkw überragt“, erklärt Carsten Nellißen.

Und der Wildwuchs geht stark zu Lasten der Verkehrssicherheit: Autofahrer, die auf der Wiesenstraße in Richtung Birkengangstraße unterwegs sind, müssen den Verkehrsteilnehmern, die von der Albert-Schweitzer-Straße kommen, Vorfahrt gewähren. Sehen können sie diese aber erst in buchstäblich letzter Sekunde, da sie vom Wildwuchs verdeckt werden. Wer wiederum von der Albert-Schweitzer-Straße kommt, konzentriert sich eher auf den Verkehr auf der von rechts einmündenden Don-Bosco-Straße statt auf die Autos, die linker Hand fahren. „Unfälle sind vorprogrammiert, da das hässliche Gestrüpp die Sicht nimmt“, sagt Theis.

Von den Ratsmitgliedern der großen Koalition sind die Anwohner enttäuscht. „Weil sie eine Umgestaltung des Platzes beschlossen haben, die wir so nicht wollten, und weil sie jetzt auch noch die Gefahrensituation ignorieren“, meint Nellißen. Mehrere CDU- und SPD-Ratsmitglieder seien auf den Missstand angesprochen worden, und „manche fahren ja auch täglich hier vorbei“. Ein Ratsherr habe vor rund zehn Tagen das hohe Gestrüpp fotografiert, geschehen sei aber nichts, ärgert sich Theis.

Doch das soll sich ändern, denn auf Anfrage unserer Zeitung teilte der Technische Beigeordnete Tobias Röhm mit, das Grün werde vom Technischen Betriebsamt der Stadt kurzfristig geschnitten, um die Verkehrssicherheit an der Ecke wiederherzustellen.

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