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Donnerberg-Kaserne: Abschied von Oberstleutnant Frank Klaumann

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Händedruck in der Abschiedsstunde: der scheidende Kommandeur der in der Donnerberg-Kaserne untergebrachten Lehrgruppe A, Oberstleutnant Frank Klaumann, zusammen mit Laudator Joachim Mörs und seinem Nachfolger Holger Müller (von links), die gleichfalls im Offiziersrang eines Oberstleutnants stehen. Foto: Christoph Hahn

Stolberg-Donnerberg. In seinem letzten aktiven Moment als Kommandeur der Lehrgruppe A gibt sich Oberstleutnant Frank Klaumann bescheiden: „Der Fürst vom Donnerberg wollte ich nicht sein“, gibt der Chef der Stolberger Kaserne bei seinem offiziellen Abschied zu Protokoll.

Im Rahmen einer feierlichen militärischen Zeremonie auf dem Appellplatz sagte der ranghöchste Vertreter der Bundeswehr in der Kupferstadt, der am Montag eine neue Tätigkeit in Bonn aufnimmt, jetzt seiner alten Wirkungsstätte Lebewohl. Gleichzeitig wurde Klaumanns Nachfolger Holger Müller, der gleichfalls im Rang eines Oberstleutnants steht und aus dem Pfälzer Städtchen Kusel stammt, als neuer Kommandeur vorgestellt.

Im Beisein vieler Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter der Stolberger Bürgermeister Tim Grüttemeier, sein Eschweiler Amtskollege Rudi Bertram und die stellvertretende Städteregionsrätin Christine Karl, ließ Oberstleutnant Klaumann seine knapp zweieinhalbjährige Wirkungszeit auf dem Donnerberg noch einmal Revue passieren.

Dabei zeugte eine weitere rhetorische Geste von persönlicher Bescheidenheit, denn seine Bilanz formulierte der Kommandeur unter anderem so: „In dieser Zeit habe ich mich immer als ein Zahnrad im großen Getriebe der Schule bzw. des Ausbildungszentrums betrachtet.“ Was ihm zwischen 2013 und 2016 am Herzen lag, sagte Klaumann gleichfalls ohne große Umschweife und richtete dabei das Wort an die ihm bis dato anvertrauten Soldaten: „Mein Ziel als Lehrgruppen-Kommandeur war es, gemeinsam mit Ihnen, professionelle Strukturen und professionelle Soldaten zu generieren, die im robusten Einsatz bestehen können und ihr Handwerkszeug beherrschen.“

Unter den Herausforderungen der zurückliegenden Zeit hob der gebürtige Mülheimer die Ausbildung von Soldaten, der „Kurdistan Security Forces“ an deutschen Waffensystemen und die Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten auf dem Gelände der Kaserne hervor: „Die Unterbringung von Flüchtlingen in einem militärischen Bereich war aus Sicht der Altvorderen ein Ding der Unmöglichkeit“, erinnerte sich Klaumann.

Sein besonderer Dank galt deshalb „denen, die intern alle Maßnahmen bezogen auf die Umsetzung von Gefährdungsstufen und militärische Sicherheit auf die neuen Gegebenheiten innerhalb kürzester Zeit angepasst haben“. Seine eigene Arbeit charakterisierte der Offizier mit Blick auf die Untergebenen: „Mein Beitrag lag darin, Ihnen ein funktionierendes und angenehmes Umfeld zu schaffen, damit Sie Ihre Arbeit leisten konnten.“

Oberstleutnant Joachim Mörs, Kommandeur der in Aachen angesiedelten Lehrgruppe B, die wie die Stolberger Einheit zum auf vier Standorte verteilten Ausbildungszentrum Technik Landsysteme (bei der Zeremonie auf dem Appellplatz vertreten durch den obersten Vorgesetzten, Brigadegeneral Ralf Lungershausen) gehört, hatte die Aufgabe übernommen, die Laudatio auf seinen Kameraden zu halten. „Sie haben die Lehrgruppe mit Weitsicht geführt“, bescheinigte er Klaumann, den er als „untadelige Persönlichkeit“ charakterisierte.

Zudem komme dem künftig in der früheren Bundeshauptstadt Tätigen das Verdienst zu, „die Bundeswehr wieder ins lokale Bewusstsein gerückt“ zu haben. Seine „bescheidene, angenehme Art“ habe die Zusammenarbeit insgesamt zu einem positiven Erlebnis werden lassen. Dass der Ernst der Lage gestandenen Soldaten nicht Schalk und Spaß austreiben kann, zeigten die Donnerberger Bundeswehr-Angehörigen zum Abschluss der Feierstunde.

Mit Mitra, rotem Gewand und Bischofsstab bestieg Klaumann einen Panzer, um sich mit diesem „Dienstfahrzeug“ unter lautem Motoren-Getöse zum an- und abschließenden Umtrunk bringen zu lassen. Nachfolger von Klaumann ist Oberstleutnant Holger Müller.

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