DLRG Stolberg hält in der Schwimmsaison Wache auf dem Rursee

Von: Wolfgang Weber
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Stolberg. Noch liegt der Rursee kalt und verlassen da, doch bald schon beginnt die Wassersportsaison 2009. Die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Stolberg sind wie jedes Jahr darauf vorbereitet.

Von Karfreitag bis Ostermontag versehen sie ihren ersten Wachdienst des Jahres. Am Wochenende schulten sie sich in der Rettungsstation Woffelsbach. 25 der 32 aktiven Stolberger Wachgänger nahmen daran teil.

Auf dem Programm standen Übungen, die gleich nach der Winterpause wieder präsent sein müssen wie zum Beispiel Knotenkunde. „Im Einsatz muss jeder Handgriff sitzen”, so der stellvertretende Einsatzleiter René Ehrlich.

Ob es nun darum geht, das Rettungsboot ordentlich am Steg festzumachen oder ein verunglücktes Segelboot sicher abzuschleppen - für jeden Verwendungszweck gibt es die passenden Seemannsknoten. Und die wollen beherrscht werden.

Für die Sprechfunker an Bord der Boote und auf den Außenposten ist eine jährliche Einweisung Pflicht. Gemeinsam übten sie Absetzen und Aufnehmen von Funkgesprächen. Dazu zählt für jeden Funker die sichere Kenntnis der Rufnamen und der Besonderheiten im Sprechfunkverkehr der Rettungsdienste.

Ebenso wichtig ist die genaue Kenntnis des Reviers. „Wenn uns jemand zum Steg des AYC ruft, dann ist wichtig zu wissen, dass wir nicht Richtung Rurberg fahren sondern nach Eschauel”, so Dirk Köttgen, der die DLRG Stolberg leitet. Köttgen ist langjährig erfahrener Wachgänger und einer der 14 Stolberger Bootsführer der DLRG am Rursee. Sein Wissen gibt er gern an andere weiter. Gemeinsam überprüfen die Rettungsschwimmer ihren jeweiligen Kenntnisstand - was manchmal auch in ungewollte Heiterkeit mündet. Kenntnis über Standorte von fest verankerten Bojen, Segelclubs und spezifische Eigennamen bilden in dem Bereich das Basiswissen der Lebensretter.

Alle Stolberger Rettungsschwimmer sind zusätzlich ausgebildet als Sanitäter. „In den vergangenen Jahren verschieben sich unsere Einsätze immer mehr in Richtung Sanitätswesen”, so Köttgen. Vor einem Jahr frischten die Wachgänger ihr Wissen als „San-A” und in der Handhabung moderner Defibrillatoren auf. Dieses Jahr stand „nur” normale Wiederbelebung auf dem Plan.

In der Tat rückte die DLRG am Rursee entgegen dem Bundestrend in 2008 zu weniger Einsätzen aus als im Vorjahr. „Es war insgesamt weniger Betrieb am und auf dem See”, beobachtete Köttgen. Zugenommen hat die Zahl an sanitätsdienstlichen Hilfen. Dennoch halfen die Stolberger auch bei vielen Kenterungen. Begehrt sind die Stolberger bei vielen Segelclubs als Begleitschutz. „Besonders bei den Ausbildungen für Kinder sind wir am Rande präsent”, so der DLRG-Leiter.
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