Dina Graetz ist jetzt Spitzenfrau der Grünen

Von: oha
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Die Mannschaft der Grünen um Frontfrau Dina Graetz (2.v.l.) geht optimistisch in die Kommunalwahl. Foto: O. Hansen

Stolberg. Die Stolberger Grünen gehen mit Dina Graetz als Spitzenkandidatin in die Kommunalwahl im Mai. Bei der Mitgliederversammlung wurde die 21 Jahre alte Studentin am Mittwochabend auf Position 1 der Reserveliste gesetzt.

 Außerdem treten die Grünen in allen 22 Wahlkreisen Stolbergs mit einem eigenen Kandidaten an. Auf die Aufstellung eines Bürgermeister-Kandidaten hat die Partei am Mittwoch verzichtet.

Dina Graetz musste sich in einer Kampfabstimmung durchsetzen. Den Statuten der Grünen zufolge muss der erste Listenplatz mit einer Frau besetzt werden. Frank Thyssen musste deshalb zurück treten. Es kam zu einer Kampfabstimmung zwischen Dina Graetz und Anne Schwan-Hardt, die Graetz mit 10:2 Stimmen für sich entschied.

Anne Schwan-Hardt, die derzeit im Stadtrat aktiv ist, verzichtete daraufhin auf eine weitere Kandidatur. Dina Graetz ist seit ihrem 16. Lebensjahr bei den Grünen aktiv. Nicht nur in Stolberg als Parteivorsitzende, sondern auch im Städteregionsrat. Sie studiert Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Aachen.

Ihre politischen Schwerpunkte sieht sie denn auch vor allem bei den Bauprojekten in der Stadt. Sollte sie in den Stadtrat gewählt werden, freue sie sich darauf, „in einer aktiveren Fraktion mitarbeiten zu können“, so Graetz. Im Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen müssten dann neue Kräfte mit eingebunden werden. „Ich benötige keine Streit-Kommunikation, sondern möchte den Frieden bei den Stolberger Grünen einleiten“, sagte Graetz unter dem Applaus ihrer Parteifreunde.

Auf den zweiten Listenplatz wählte die Versammlung Frank Thyssen (9 Ja-Stimmen, zwei Neinstimmen, eine Enthaltung). Der 48-Jährige ist seit 32 Jahren in der Politik tätig. Er bringt zehn Jahre Ratserfahrung aus Alsdorf mit. Allerdings saß er dort als Mitglied der Linken im Stadtparlament und war auch Landtagskandidat.

Bei seiner politischen Arbeit haben er allerdings stets engste Kontakte zu den Grünen geknüpft. „Eigentlich bin ich immer ein Grüner gewesen“, versicherte Thyssen. Als seine Themen im Rat nannte Thyssen die Kultur und den Umweltschutz, sollte er ins Stadtparlament gewählt werden. „Ich bin ein Realo und Pragmatiker“, versicherte der 48-Jährige.

Auf den dritten Listenplatz wählte die Versammlung Carsten Hecht (9/2/1), seit 2008 bei den Grünen. Seit 2013 ist er in die Vorstandsarbeit mit eingebunden. Sein Schwerpunkt könnte der Tourismus in Stolberg sein: „Wir müssen Stolberg aufwerten, was die Themen Soziales und Kultur angeht.“ Auf den vierten Listenplatz wählte die Versammlung mit eindeutiger Mehrheit (10/1/1) Eckhard Romahn. Den fünften Platz nimmt Marita Stahl ein (9/2/1), die sich bislang mehr in der Städteregion engagierte. Den 6. Platz belegt Mario Wissel (8/2/1), den 7. Hubert Simons (9/1/1).

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