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Dieser Stoff steht auf keinem Stundenplan

Von: Tabea Marx
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Stolberg/Jülich. Die Junior-Akademie ist eine jährlich an vier Standorten im Land stattfindende Ferien-Akademie, die es in ganz Deutschland seit 2003 gibt, und die in Nordrhein-Westfalen vom Schulministerium getragen wird.

Alle Gymnasien und Gesamtschulen in NRW, insgesamt 859, dürfen einen oder zwei Schüler der achten und neunten Klassen empfehlen, die gerne in die Schule gehen und denen die Schule leichtfällt. Sie müssen sich dann selbst um die Teilnahme bewerben. Von den Bewerbern werden 250 ausgesucht und auf die Standorte verteilt.

Die Idee der Junior-Akademie ist es, die Teilnehmer zu fördern, ihnen Themen außerhalb des Schulcurriculums vorzustellen und sie dazu anzuregen, sich schon früh mit wissenschaftlichen Themen zu beschäftigen.

Astrophysik, Kryptologie, Die Welt der Fraktale, Nanotechnologie, Mechatronik, Forensik, Psychologie, Rechtswissenschaften, Nanotechnology, Biomimetics, Wonder of Symmetry (alle drei englischsprachig) bilden das Angebot, aus dem man einen Kurs wählen kann.

27 Mädchen und 27 Jungen

An der Junior-Akademie in Jülich, am Science College Overbach, fanden die Kurse Kryptologie, Mechatronik und Nanotechnologie statt. 27 Mädchen und 27 Jungen im alter von 12 bis 15 Jahren reisten dazu aus ganz NRW an. Der Kryptologiekurs kam in den Genuss eines Moduls des Schülerlabors Infosphere der RWTH Aachen, das Forschungsteam Robotik der Hochschule Bochum unterstützte den Mechatronikkurs unter anderem mit humanoiden Robotern, und Privatdozent Dr. Stefan Thalhammer hielt einen spannenden Vortrag im Nanotechnologiekurs.

Nanotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und wird heute schon in Medizin, Textilien, Lebensmitteln, Optik, Energietechnik, Raumfahrt und Umwelttechnik angewandt. In diesem Kurs wurden einige Geheimnisse gelüftet, etwa wie man ohne Imprägnierung einen vollkommen wasserabweisenden Stoff herstellt.

„Tag der Rotationen“

Von morgens bis abends waren die Schüler in einen intensiven Zeitplan eingebunden, der auch samstags und sonntags galt. Die Themen der Kurse begleiteten sie oft bis an die Essenstische, und hätten die Betreuer nicht alle zusammen an einem Tisch gesessen, hätten die Schüler wahrscheinlich mit ihnen weiterdiskutiert.

Am „Tag der Rotationen“ zeigten die Mechatroniker, was ihr humanoider Roboter alles konnte, beispielsweise tanzen und Thai-Chi, und erklärten komplexe Programmiersysteme, die Kryptologen erläuterten die Cäsar- und die Playfair-Verschlüsselung und sogar die Enigma. Die Nanotechnologen vermittelten den anderen Teilnehmern, was Atome sind, den Lotus-, Gecko- und den Haifischeffekt. So erfuhren alle Schüler etwas über die Kursarbeit der anderen.

In der Freizeit gab es einen Chor, in dem 38 junge Menschen gemeinsam sangen. Es wurde überhaupt viel musiziert, da einige ihre Instrumente mitgebracht hatten. Das sportliche Programm bestand unter anderem aus Joggen, Power-Yoga und Funktioneller Gymnastik, Badminton, Schuhfußball und Basketball.

Tabea Marx ist ab der kommenden Woche Schülerin der Klasse 9b des Stolberger Ritzefeld-Gymnasiums.

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