Die Zeit ist reif für Monika Blankenberge

Von: Ricarda Peters
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Monika Blankenberg kam auch mit ihrem neuen Programm beim Stolberger Publikum sehr gut an. Foto: R. Peters

Stolberg. Ein Wort bekommen Monika Blankenbergs Zuschauer immer wieder zu hören. Es ist das kleine Wort „Zeit“, das die Kabarettistin im Laufe des Abends immer wieder in den Mund nimmt. Schon der Titel ihres neuen Soloprogramms hatte erahnen lassen, worum es der Kölnerin bei ihrem Gastspiel in der Kupferstadt gehen würde.

Obwohl – oder gerade weil sie für ihr letztes großes Erfolgssolo „Altern ist nichts für Feiglinge“ sehr viele positive Kritiken bekommen hatte, wagt Blankenberg sich seit November mit einem neuen Programm auf die Bühne. „Die Erwartungshaltungen waren entsprechend hoch“, sagt Monika Blankenberg.

Dass „Die Zeit ist reif – ich auch“ nicht etwa nur die Fortsetzung des vorherigen Programms mit ähnlichen Themen, Anekdoten und Witzen ist, wird schnell klar. Es geht nicht allein um das Altern und das Gefühl, sich nicht mehr am Leben beteiligen zu können, sondern um die ständige Entwicklung, die Schnelllebigkeit und Modernisierung der heutigen Zeit.

Denkt man zum Beispiel einmal an den Traumberuf, den man in seiner Kindheit hatte, muss man sich oftmals eingestehen, dass es mit der Verwirklichung nicht so funktioniert hat, wie man sich das vorgestellt hat. Und das schlichtweg, weil einem die Zeit dazu fehlte. „Ich habe mir am 1. Januar 2013 vorgenommen, mehr Sport zu machen“, erzählte Monika Blankenberg während ihres Auftritts. „Und dann war schon Dezember, ich hatte überhaupt keine Chance.“

Mit solchen Geschichten und mit Liedern verdeutlichte die Kabarettistin und Schauspielerin ihren Zuschauern, dass es eigentlich für alles den richtigen Zeitpunkt gebe, sie allerdings das Pech habe, jeden dieser Zeitpunkte zu verpassen.

Aktuelle politische Themen

Doch auch aktuelle politische Themen finden immer wieder ihren Weg in das Programm der Kabarettistin. Sei es der amerikanische Geheimdienst, dessen Aufgabe, Kanzlerin Angela Merkel abzuhören, nach Blankenbergs Meinung reichlich uninteressant sei, oder die familienfreundliche Bundeswehr – Monika Blankenberg versteht es, Gesellschaftskritisches gekonnt mit Kabarett zu verbinden.

Zum Schluss lieferte die Künstlerin mit „Oma Anna“ den finalen Höhepunkt des Abends. Die gute Frau, die mit Handtasche, Gehstock und Brille schon aus „Altern ist nichts für Feiglinge“ bekannt war, musste auch im neuen Programm wieder mit auf die Bühne. „Oma Anna ist ein lebendiges Stück Zeitgeschichte. Sie passt also hervorragend in dieses Programm“, betonte Monika Blankenberg.

Oma Anna kam auch diesmal beim Publikum gut an. So gut, dass Blankenberg mittlerweile darüber nachdenkt, ein eigenes Kurzprogramm für sie zu schreiben.

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