Die Würdenträger der Zweifaller Schützen sind ermittelt

Von: dö
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Wilfried Aberle ist der neue Hahnenkönig der Zweifaller Schützen. Er löste seinen Sohn als Würdenträger ab. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Zweifall. Ebenso wie beim europäischen Hochadel üblich, werden auch in Zweifall Königswürden innerhalb der Familie weiter gegeben.

Nachdem kürzlich Vorjahreskönigin Johanna Krümmel die Würde eines Schützenkönigs an ihren Ehemann Siegfried weiter gereicht hatte (wir berichteten), hat jetzt der Hahnenkönig des Vorjahres, Andreas Aberle, das Amt eines Hahnenkönigs seinem Vater Wilfried Aberle übergeben.

Mit dem Säbel

Allerdings musste Wilfried Aberle sich ebenso wie Siegfried Krümmel zuvor einem Wettbewerb stellen, der diesmal aber nicht mit dem Gewehr, sondern mit dem Säbel ausgetragen wurde. Denn der 61-jährige Werbegestalter war einer von 19 Kandidaten, die sich zum Abschluss des dreitägigen Schützenfestes auf dem volkstümlich „Im Huck“ genannten Platz an der St. Rochus-Kirche einen erbitterten Wettkampf um die Würde eines Hahnenkönigs geliefert hatten.

Schließlich mussten Aberle und seine Wettkampfpartner fünf Runden absolvieren und zwei Stunden Geduld aufbringen, ehe das Oberteil der aus Jeansstoff, Watte und einem Kuhschlund bestehenden Hahnenattrappe zu Boden purzelte. Das Amt des „Scharfrichters“ hatte Rolf Hansen wahrgenommen, der von Ralf Lipperheide assistiert wurde.

Wie es in Zweifall Tradition ist, war die Hahnenattrappe kopfüber in einem Weidenkorb befestigt. Auf die Attrappe geschlagen wurde mit einem Säbel, der ansonsten zwar stumpf aber im Spitzenbereich geschärft war. Um den Kandidaten das Abtrennen des Attrappenoberteiles zu erschweren, hatte man den Kandidaten vor jeder Schlagausführung die Augen verbunden. Beobachtet wurde die mehrstündige Veranstaltung von rund 100 Besucher, die nicht mit Kommentaren sparten, wenn mal wieder einer der Kandidaten statt den „Hahn“ zu treffen, nur ins Leere schlug.

Musikalisch untermalt wurden die Wettbewerbspausen - nach jeder Runde legte man um „Kräfte“ zu sammeln einen kurzen Zwischenstopp ein - vom örtlichen Zweifaller Spielkorps.

Kräftig zugelangt

Der 81. Schlag brachte dann für Wilfried Aberle die Entscheidung. Der „Kopf“ der Hahnenattrappe - Rolf Hansen hatte zuvor mehrmals Schützenhilfe geleistet, indem er den Kuhschlund leicht angeritzt hatte - sank mit einem kräftigen Schlag zu Boden.

Danach war es dann Aufgabe von Brudermeister Karl-Erich Krings dem neuen Hahnenkönig als Zeichen seiner Würde die Königskette mit den zahlreichen Plaketten seiner Vorgänger zu überreichen. Zusätzlich kam Wilfried Aberle noch in den Genuss von 50 Getränkemarken.

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