Die Vorbereitungen der Krankenhauskooperation laufen

Von: slg
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Krankenhaus-Geschäftsführer Dirk Offermann steht an der Ritzefeldstraße. Hier sollen neue Kreißsäle gebaut werden. Foto: S.-L. Gombert

Stolberg/Eschweiler. Geburten nur noch in Stolberg, gynäkologische Eingriffe nur noch in Eschweiler: Die Vorbereitungen für die Kooperation der beiden Krankenhäuser, die ab dem 1. Oktober in Kraft tritt, sind fast abgeschlossen. „Wir sind gerade in einer Phase der ganz engen Abstimmung miteinander“, sagt Dirk Offermann, Geschäftsführer des Stolberger Krankenhauses.

Und abzustimmen gibt es bei dem Schritt, der für beide Häuser bislang beispiellos ist, eine Menge. Da ist zum einen das Personal: „Es wird in Zukunft so sein, dass unsere Gynäkologen auf Wunsch ihrer Patientinnen auch bei den Operationen in Eschweiler dabei sein werden“, erklärt Geschäftsführer Offermann. Sprich: Eine Stolbergerin kann wie bisher zur Sprechstunde ins Krankenhaus der Kupferstadt kommen, hier ärztlichen Rat einholen.

„Im Falle eines Eingriffs kommt sie nach Eschweiler – und ihr Arzt gleich mit.“ Anders verhält es sich bei den Geburtenstationen: Da die am Eschweiler Krankenhaus geschlossen wird, sollen die dort beschäftigten Hebammen die Möglichkeit bekommen, am Stolberger Krankenhaus angestellt zu werden. „Die Hebammen aus Eschweiler können zunächst einmal bei uns hospitieren“, sagt Dirk Offermann, „um unser Haus kennenzulernen und ihre Kollegen hier in Stolberg.“ Alternativ könnten sie in Eschweiler andere Aufgaben übernehmen, so Offermann.

Zum anderen wird das Stolberger Krankenhaus bald neue Kreißsäle bekommen: Fünf Stück sollen sternförmig an den jetzigen Kreißsaal-Trakt angeschlossen werden. Wenn alles nach Plan läuft, kann in diesem Jahr noch der Spatenstich erfolgen. „Im vierten Quartal 2017 sollen die neuen Kreißsäle in Betrieb sein“, sagt Dirk Offermann.

Rund 1 Million Euro nimmt das Krankenhaus dafür in die Hand. 200.000 Euro aus Fördermitteln will die Stadt Stolberg organisieren. Dadurch, dass auch einer der alten Kreißsäle in Betrieb bleibt, stehen dann insgesamt 6 im Regelbetrieb zur Verfügung. „Die anderen alten Kreißsäle werden wir zur Geburtsvorbereitung nutzen. Auch die können im Ernstfall für Geburten eingesetzt werden.“ Platz genug gebe es aber auch schon jetzt, betont Offermann.

Wichtig ist ihm bei all den Änderungen eines: „Wir versuchen, alle Schritte auf diesem neuen Weg aus Sicht der Patientinnen zu machen.“ Offermann ist davon überzeugt, das Richtige zu tun: „Den Weg zurück gibt es nicht.“

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