Die Theater-AG der Hermannschule beeindruckt mit Musical

Von: Julia Faymonville
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Die Theater AG der Hermannschule (Im Vordergrund die Hauptrolle Luisia Celik) leistete beim Theaterfestival im Kulturzentrum einfach Hervorragendes. Für die Aufführung der Gruppe gab es viel Applaus. Foto: J. Faymonville

Stolberg. Nur einmal in ihrem Leben dürfen die Tage zur Erde reisen und jeder von ihnen möchte ein Tag werden, den man nicht vergisst. Anlässlich des 27. Theater-Schüler-Festival Stolberg hat die Theater AG der Hermannschule gemeinsam mit ihrer Betreuerin Inge Nazzari ein Musical im Kulturzentrum Frankental aufgeführt.

Die Kinder sangen dabei mutig vor ihren Mitschülern, Eltern und Lehrern. Sie leben im Musical als Lichtwesen in der Lichtwelt. Von der Erde sind sie nur als kleine leuchtende Sterne am Himmel zu sehen. Aber einmal in ihrem Leben dürfen die Tage aus ihrer Lichtwelt zur Erde reisen. Anschließend kehren sie in den Himmel zurück und erzählen den andern Tagen von ihren Erlebnissen auf der Erde.

Unvergessliches

War man ein Tag, an dem etwas Bedeutendes, etwas so Unvergessliches wie die Erfindung des Feuers oder die Entdeckung Amerikas passierte? Ein solcher Tag möchte der kleine 21. April (Luisia Celik) unbedingt werden und wartet sehnsüchtig auf seine Reise zur Erde.

Doch dazu muss man einzigartig sein. So zu sein wie ein anderer Tag funktioniert nicht. Endlich ist es soweit. Der kleine Tag reist zur Erde. Dort ist er überwältigt von all den Dingen, Menschen und all dem Trubel auf der Erde. Er entdeckt das Meer und die Berge.

Er hilft ein paar Jungen dabei, ihre eigene Rock-Band zu gründen, er sorgt für wunderschönen Sonnenschein und ist bei einer Liebeserklärung dabei. Am Abend, als es dann Zeit ist, in die Lichtwelt zurückzukehren, ist der kleine Tag fast traurig, die Erde zu verlassen. Doch der kleine Tag weiß „Abschied heißt, dass etwas Neues kommt, denn anderswo gibt es ein Hallo“.

Und das singt Luisia Celik auf der Bühne und beeindruckt mit ihren Solo-Partien das Publikum. Wieder zu Hause, erzählt der kleine Tag den anderen Tagen aufgeregt, was er alles auf der Erde gesehen und erlebt hat. Er erzählt von den Menschen an den Bushaltestellen, Kindern die Keyboard gespielt haben und einer Familie, die in ein neues Haus gezogen ist.

Die anderen Tage finden die Geschichten des kleinen Tages ziemlich langweilig. „Schon morgen wird man dich vergessen haben“, sagen sie dem kleinen Tag. Dieser läuft traurig davon. Es vergeht ein ganzes Jahr. Der kleine Tag ist untröstlich traurig. Doch dann, am 21. April des nächsten Jahres, wendet sich alles zum Guten. Der 21. April erzählt dem kleinen Tag und den anderen Tagen, dass der 21. April von nun an für immer ein Feiertag sein soll.

Den Menschen ist aufgefallen, dass es am 21. April letzten Jahres keine Verbrechen und keine böse Taten gegeben hat. Diese Besonderheit wurde ihnen erst später bewusst. An diesem Tag soll deshalb jedes Jahr aufs Neue groß gefeiert werden. Der kleine Tag freut sich. Er ist doch ein ganz besonderer und unvergesslicher Tag.

Für die gelungene Aufführung gab es vom Publikum großen Applaus und Zugaberufe. Betreuerin Inge Nazzari, die das Theaterstück geleitet hatte, bedankte sich anschließend bei der „wundervollen Theatertruppe“. Insgesamt traten 16 Zweit- bis Viertklässler auf. Die Darstellerin des kleinen Tages, Luisia Celik, war die Jüngste unter ihnen und zum ersten Mal auf der Bühne. Die Zweitklässlerin sang mutig mehrere Solostücke auf der Bühne und beeindruckte das Publikum.

Auch die Schulleiterin, Renate Krickel, lobte Luisa und ihre Mitschüler. „Es war wahnsinnig toll. Ihr wart super mutig vor so vielen Leuten zu singen. Ich habe hohen Respekt vor Euch.“ Außerdem bedankte sie sich bei der Betreuerin, Inge Nazzari, und Lehrerin Suse Verbocket, die neun Monate gemeinsam mit den Schülern einmal die Woche geprobt hatten.

Viele Ehemalige

Die Rektorin betonte auch, sie fände es toll, dass so viele ehemalige Schüler der Hermannschule gekommen waren, um die Theater AG zu unterstützen. Dass die Schüler, Eltern und Lehrer eine Gemeinschaft sind, die zusammenhält, zeigte sich auch, als im Stück die Hermannschulen-Hymne gesungen wurde. „Du bist anders, na und? Das macht das Leben bunt“ sangen die Kinder und das Publikum gemeinsam und klatschten dazu.

Abschließend gab es für jeden der Schüler noch eine Urkunde von Manuel Hauck vom Kulturmanagement Max Krieger aus Eschweiler. Das Kulturmanagement organisiert das Schüler-Theater-Festival jährlich gemeinsam mit der Stadt Stolberg, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben sich kreativ beim Theaterspiel auszuprobieren und ihre Talente zu entdecken.

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