Die Stolberger sprechen Julien Picard noch viel zu schnell

Von: Lea Cool und Eva Kaussen
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Für drei Wochen zu Besuch in der Stadt: Julien Picard hilft bei der Stolberg-Touristik aus und übersetzt dort Infomaterial für französische Besucher. Foto: L. Cool

Stolberg. Der Franzose Julien Picard hat in diesen Sommerferien zwar frei, aber so ganz ohne Arbeit kommt er dann offensichtlich doch nicht aus: Er ist für drei Wochen zu Besuch in der Stadt. Bei der Stolberg-Touristik übersetzt er das Informationsmaterial für französische Besucher.

Zusammen mit der Hilfe von Leiterin Barbara Breuer und Kollegin Svenja Erler geht er mit Freude seinen Aufgaben nach. Seit einem Jahr wohnt er in Paris, da er dort Biologie studiert. Er möchte später tierarzt werden und sagt dies auch äußerst charmant: „Ich möchte Arzttier werden!“

Was ihm an Stolberg besonders gefällt, sind die kleinen Gassen, die Altstadt mit den historischen Häusern und die Geschichte Stolbergs. „Besonders die kleinen Gässchen finde ich sehr gemütlich“, erzählt er.

Da er aus einem kleinen französischen Dorf stammt, ist Stolberg schon eine große Stadt für ihn. Gewöhnungsbedürftig ist es auch für ihn, dass man in Deutschland so viel zu Fuß geht. Ein großer Unterschied zur Großstadt Paris, wo man die meiste Zeit auf das Verkehrsmittel Metro zurückgreift.

Man hört ihm an, dass er bereits seit acht Jahren Deutsch lernt, denn er spricht die Sprache außerordentlich gut. Sein französischer Akzent lässt den jungen Mann sehr sympathisch wirken. In Paris musste er viel und unter großem Druck Deutsch lernen, was sich aber nun auszahlt. Julien erklärt, dass er bereits gut deutsche Texte verstehen und übersetzen könne, ihm das Sprechen mit Deutschen dagegen noch sehr schwer falle: „Die Deutschen sprechen häufig zu schnell, so dass ich nicht viel verstehe.“

Über Gastronom Christian Clement, der mit Juliens Onkel befreundet ist, erhielt er die Möglichkeit, sich Deutschland, insbesondere Stolberg, einmal genauer anzuschauen und kennenzulernen. Für die drei Wochen hat Julien ein Zuhause im Schwesternheim des Bethlehem-Gesundheitszentrums in Stolberg gefunden.

Zum Abschluss berichtet der 18-Jährige, dass er gerne noch einmal wieder nach Stolberg kommen möchte, um Urlaub zu machen. Dann allerdings nicht alleine, sondern mit seiner Familie oder Freunden, da es ihm sonst noch zu fremd sei.

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